Um einer Spaltung

Skurrile Idee: Bundestagsabgeordneter will AfD teilen - Vorbild sind CDU und CSU 

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Marc Jongen schlägt eine Teilung der AfD vor.

Marc Jongen, Bundestagsabgeordneter der AfD, hat vorgeschlagen die Partei nach dem Vorbild von CDU und CSU zu teilen. Das hat einen ganz speziellen Grund.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Marc Jongen hat sich für eine Arbeitsteilung in der AfD nach dem Vorbild von CDU und CSU ausgesprochen, um eine Spaltung der Partei zu verhindern. Jongen, der stellvertretender Landesvorsitzender in Baden-Württemberg ist, sagte dem am Freitag erschienenen Wochenmagazin "Frankfurter Allgemeinen Woche": "Die Gefahr einer Spaltung wäre sehr leicht zu bannen, wenn sich der Flügel auf die östlichen Bundesländer konzentrierte, deren Wählerschaft seiner Mentalität besser entspricht."

"Eine Arbeitsteilung wie zwischen CDU und CSU, bezogen auf West und Ost, könnte den Konflikt in der AfD vielleicht entschärfen", sagte Jongen weiter. Zum rechtsnationalen "Flügel" sagte er: "Der Flügel ist das Salz in der Suppe der AfD. Ohne schmeckt sie nicht, aber es ist keine gute Idee, wenn das Salz die Suppe sein will."

AfD: Jongen galt als Höcke-Sympathisant

Jongen hatte in der Vergangenheit seine Sympathie für den AfD-Rechtsaußen Björn Höcke betont. In einem offenen Brief vom 10. Juli an den Thüringer Landeschef übt er allerdings deutliche Kritik. Höcke stelle sich Einigkeit in der Partei so vor, "dass die ganze AfD Dir so huldigt, wie es beim Kyffhäusertreffen der Flügel tut", schrieb der Bundestagsabgeordnete.

Er warf Höcke vor, kritische Parteifreunde als "Karrieristen" zu diffamieren und ihnen üble Absichten zu unterstellen. Jongen fügte hinzu: "Damit sät man im Gegenteil Zwietracht und wirkt trotz gegenteiliger Bekenntnisse spalterisch."

AfD-Politiker werfen Höcke „Perosnenkult“ vor - auch Jongen darunter

In der AfD tobt ein Richtungsstreit zwischen dem gemäßigteren Lager und Höckes "Flügel". Höcke hatte auf dem Kyffhäusertreffen die Bundesspitze scharf attackiert und angekündigt, er wolle sich nach den Landtagswahlen "mit großer Leidenschaft der Neuwahl des Bundesvorstands hingeben". Er könne "garantieren, dass dieser Bundesvorstand in dieser Zusammensetzung nicht wiedergewählt wird", sagte Höcke. Daraufhin hatten ihm über hundert teils prominente AfD-Politiker - darunter auch Jongen - in einem Appell Spaltungstendenzen und einen "Personenkult" vorgeworfen.

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In Sachsen wird ebenso wie in Brandenburg am 1. September gewählt, Thüringen wählt am 27. Oktober. Die Ausgangslage vor den drei Landtagswahlen im Osten ist für die AfD komfortabel: Umfragen sehen die Partei in Brandenburg und Thüringen bei 19 beziehungsweise 20 Prozent, in Sachsen sogar mit 26 Prozent gleichauf mit der CDU.

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