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Inflationsprämie: 3000 Euro steuerfrei aus Entlastungspaket 3 – wer das Geld bekommt

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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Das Entlastungspaket 3 sieht vor, dass Arbeitgeber Mitarbeitenden bis zu 3000 Euro steuerfrei überweisen dürfen. Oft ist der Inflationsbonus nur theoretisch.

Berlin – Das Entlastungspaket 3 befasst sich auch mit einer steuerfreien Hilfsleistung, die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihren Angestellten zahlen können. Bis zu einer bestimmten Summe soll eine solche Überweisung in Deutschland steuerfrei bleiben. Das klingt gut, ist für unzählige Menschen jedoch nur ein theoretischer Erfolg: Viele Unternehmen leisten auch in Zeiten großer ökonomischer Verwerfungen keine Unterstützungszahlungen an ihre Angestellten, gerade wenn diese keine Tarifverträge besitzen – erst recht nicht in Höhe von 3000 Euro.

Entlastungspaket 3: 3000 Euro steuerfrei mit Inflationsprämie – so viel dürfen Arbeitgeber als Inflationsbonus steuerfrei überweisen

Wollen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden in Zeiten der Inflation unter die Arme greifen, gibt es dafür Raum in den Maßnahmen von Entlastungspaket 3: 3000 Euro steuerfrei, so viel darf den Angestellten als Inflationsbonus überwiesen werden, ohne dass Steuern anfallen. Bereits im Zuge der Corona-Pandemie hatte sich die Bundesregierung zu einer ähnlichen Maßnahme entschlossen. Nun sind es statt 1500 insgesamt 3000 Euro, die steuerfrei gezahlt werden dürfen. Das Problem für potenzielle Empfänger dabei: Die Betonung liegt auf „dürfen“, ein Anrecht auf eine solche Zahlung gibt es für Arbeitnehmende in Deutschland nicht.

Bundeskanzler Olaf Scholz vor Euroscheinen und dem niedersächsischem Landtag
Im Rahmen des dritten Entlastungspakets winkt Arbeitnehmern die sogenannte „Inflationsprämie“. Bis zu 3.000 Euro sind möglich. Doch nicht alle erhalten das Geld. © Kay Nietfeld/Julian Stratenschulte/dpa/Sascha Steinach/imago/Montage

Kanzler Olaf Scholz (SPD) hatte mit Blick auf einen solchen Inflationsausgleich, oder Inflationsbonus, ein solches Gehalts-Extra oder wie auch immer man es nennen mag, gesagt: „Für uns ist das etwas, an dem man richtig merkt, wie sich dann alle unterhaken.“ Der Kanzler zeigt sich optimistisch, dass der durch das dritte Entlastungspaket geschaffene Raum durch Arbeitgeber weitläufig genutzt wird. Scholz dazu: Wenn das jetzt flächendeckend, millionenfach, überall in Deutschland geschieht und Arbeitgeber und Beschäftigte zusammen solche Entscheidungen treffen, dann wird das von der Bundesregierung und den sie tragenden Fraktionen unterstützt.“

Entlastungspaket 3: 3000 Euro steuerfrei? Die Inflationsprämie erhalten viele Arbeitnehmer ohne Tarifvertrag wohl nicht

Scholz zeigt sich auch in dieser Hinsicht optimistisch, beim Entlastungspaket 3: 3000 Euro steuerfrei als Inflationsprämie werden jedoch auch weiter zahllose Arbeitnehmende nicht erreichen – das ist wohl die Wahrheit. Über sie kann auch der Kanzler-Optimismus nicht hinwegtäuschen. Einmal mehr stellt sich die Frage zum Maßnahmenbündel: Wer profitiert am meisten von den Hilfen – und wer kaum? In diesem Fall werden es abermals viele sein, die bei der Neuregelung leer ausgehen. Die steuerfreien 3000 Euro aus dem dritten Entlastungspaket wird es voraussichtlich vor allem dort geben, wo es Tarifverträge gibt.

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Ohne einen solchen stehen die Chancen auf die Sonderzahlung vielerorts schlecht. Dem handwerksblatt sagte etwa der Bundesvorsitzende der IG Bau, Robert Feiger, mit Blick auf die mögliche Inflationsprämie: „Es wird sie vor allem dort geben, wo es Tarifverträge gibt. Die Formel ist einfach: ohne Tarifvertrag – schlechte Chancen auf Sonderzahlung. Mit der Sonderzahlung – gute Bindung von Fachkräften.. Feiger warnte zudem vor einem „Flickenteppich“ und bekannte „Die Gewerkschaften werden alles daransetzen, um einen Flickenteppich beim Inflationsbonus zu vermeiden.“ Erneut werden wohl viele Hoffnungen enttäuscht.

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