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Kindergeld 2023: Wie viel Geld bekommen Familien ab Januar?

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Von: Bona Hyun

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Das erhöhte Kindergeld ist Teil des dritten Entlastungspakets. Ab Januar 2023 wird der Betrag ausgezahlt. Wie viel bekommen Familien? Eine Übersicht.

Berlin – Das erhöhte Kindergeld soll 2023 an die Empfänger ausgezahlt werden. Bund und Länder wollen mit dem im dritten Entlastungspaket verankertem Zuschuss Familien unterstützen. Menschen mit geringem Einkommen sollen dabei ein „Grundeinkommen oberhalb der Grundsicherungsleistungen“ bekommen, hieß es im Rahmen einer Pressekonferenz Anfang September 2022. Am Mittwoch, dem 09. November, legten die Koalitionsfraktionen bei der Erhöhung des Kindergelds noch eine Schippe drauf, wie die Frankfurter Rundschau (fr) berichtet. Wie viel Kindergeld Familien ab 2023 bekommen.

Kindergeld 2023 – wie viel? Zahlung wird auf 250 Euro erhöht – Ampel-Koalition einigt sich auf Steigerung

Vater, Kinder und Mutter auf dem Weg zum Kindergarten
Das Kindergeld wird 2023 einheitlich erhöht. Wie viel Familien ab kommenden Januar bekommen. © Michael Gstettenbauer/imago

Familien bekommen ab Januar 2023 250 Euro Kindergeld. Die Ampel-Koalition einigten sich darauf, das Kindergeld ab Januar 2023 einheitlich um 250 pro Monat zu erhöhen. Das bestätigte der finanzpolitische Sprecher der FDP, Markus Herbrand, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Konkret bedeutet das: Für alle Kinder, vom ersten bis zum vierten, gibt es monatlich 250 Euro Kindergeld.

„Die Ampel legt bei der Entlastung von Familien noch eine Schippe drauf“, wird SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich vom Spiegel zitiert. Besonders Familien mit kleinen und mittleren Einkommen werden durch die Erhöhung des Kindergelds im Entlastungspaket zusätzlich im Monat entlastet. FDP-Fraktionsvize Christoph Meyer erklärte zudem, dass es sich beim heutigen Entscheid um die „größte Erhöhung des Kindergeldes in der Geschichte der Bundesrepublik“ handeln würde.

Kindergeld 2023 wird erhöht – und soll individuelle Leistung der Familien berücksichtigen

Zeitgleich verständigte sich die Ampel-Fraktion mit der Einigung bei der Kindergeld-Erhöhung auf Änderungen am Inflationsausgleichsgesetz, das am Donnerstag, 10. November, vom Bundestag beschlossen werden soll. Die Erhöhung des Kindergeldes und notwendige Verschiebungen im Solidaritätszuschlagsgesetz würden die individuelle Leistungsfähigkeit der Familien und Gutverdienern berücksichtigen, sagte FDP-Politiker Herbrand.

Nun liege es an den Ländern, den Vorschlag zur Entlastung auch zu unterstützen und nicht zu blockieren, ähnlich wie die Union es tut und sich beim Bürgergeld querstellt. Ziel es sei es, allen Steuerzahlern mehr Geld zur Verfügung zu stellen und sie nicht länger durch versteckte Steuererhöhungen zusätzlich zur Kasse zu beten, sagte Herbrand.

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Wie viel Kindergeld bekommen Familien 2023? Zunächst war Erhöhung für erstes und zweites Kind vorgesehen

Ursprünglich war die Erhöhung des Kindergelds für das erste und das zweite Kind vorgesehen. Nach erhebliche Kritik beschloss der Bund, auch einen Zuschlag für das dritte Kind auf den Weg zu bringen.  „Das Kindergeld für das dritte Kind wird gleichgezogen, also auf dasselbe Niveau erhöht wie das Kindergeld für die ersten beiden Kinder“, sagte die Grünen-Politikerin Lisa Paus. „Das heißt, dass es für das erste, zweite und dritte Kind je 237 Euro monatlich geben wird“, wird sie von der Frankfurter Rundschau (fr) zitiert.

Neben Kindergeld wird ab 2023 auch Höchstbetrag des Kinderzuschlags erhöht

Als weitere Maßnahme zur Entlastung wurde beschlossen, den Höchstbetrag des Kinderzuschlags ab 2023 zu erhöhen. Er soll besonders Familien unterstützen, die nur über ein geringes Einkommen verfügen. Der Antrag auf Kinderzuschlag, auch „Kindergeldzuschlag“ genannt, muss gesondert bei der Familienkasse gestellt werden. Die Höhe hängt vom verfügbarem Einkommen ab und wird individuell ermittelt. Ab Januar 2023 soll der höchstmögliche Zuschlag 250 Euro monatlich betragen.

Bereits zum 1. Juli 2022 wurde der Höchstbetrag des Kinderzuschlags auf 229 Euro monatlich pro Kind angehoben. Das heißt: Mit der Erhöhung des Höchstbetrags auf 250 Euro können bedürftige Familien ab Januar 2023 also monatlich bis zu 21 Euro mehr pro Kind erhalten. Der Höchstbetrag des Kinderzuschlags wird wie die Erhöhung des Kindergelds ab dem 1. Januar 2023 ausgezahlt.

Kindergeld 2022 ist Teil des vom Bund beschlossenen Entlastungspakets

Das vom Bund geschnürte nunmehr dritte Entlastungspaket umfasst 65 Milliarden Euro und soll Menschen helfen, steigende Lebensunterhaltskosten zu stemmen. Neben dem Kindergeld sieht das Entlastungspaket die Energiepreispauschale vor, zusätzlich Heizkostenzuschuss Nummer 2, der im Herbst 2022 ausgezahlt wurde und eine Wohngeldreform für Arbeitnehmer-Singles. Derzeit wird vor allem die Einführung des 49-Euro-Tickets diskutiert, vor allem die Finanzfrage beschäftigte Bund und Länder.

Nachdem Rentner zuvor im Entlastungspaket ausgelassen wurden, wurde eine Energiepreispauschale für Rentner eingeführt. Zudem wird die Rente ab 2023 angehoben. Doch nicht für alle ist dies eine erfreuliche Nachricht: Die Erhöhung der Rente könnte für viele Deutsche zur Steuerfalle werden.

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