Gewinner von den BBS im Klimahaus

In zwei Stunden um die Welt

Das Klimahaus war das Ziel eines Ausflugs, den die BBS-Schüler beim VAZ-Wettbewerb gewonnen hatten.

Verden - Von Antje RosebrockDer ehrgeizige Phileas Fogg aus Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“ wäre neidisch geworden: Die 19 Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen Verden schafften es in nur zwei Stunden einmal um die ganze Welt zu reisen.

Von den Bergen in der Schweiz, über die heiße afrikanische Wüste bis in die klirrende Kälte der Antarktis führte die Reise. Dann wieder in den heißen, stickigen Regenwald auf Samoa und nach kurzem Stopp in die einsamen Gebiete im Land der Inuit.

Das Kurioseste dabei: Obwohl sie verschiedene Klimazonen bereisten, blieben sie immer in Deutschland. Unmöglich ist das nicht, zumindest im Bremerhavener Klimahaus nicht.

In Begleitung ihrer Lehrerinnen Ulrike Lottes und Kerstin Teuber-Engelking sowie dem stellvertretenden Schulleiter Reinhard Witt durften die angehenden Erzieherinnen und Erzieher einen Tag lang Schule Schule sein lassen und die Welt des Klimas live erleben. Doch dafür hatten sie sich auch mächtig angestrengt. Im Dezember nahmen die Fachschüler für Sozialpädagogik an einem Wettbewerb teil, den die Verdener-Aller-Zeitung, das Achimer Kreisblatt und die Kreiszeitung ausgeschrieben hatten.

Die unterschiedlichen Klimazonen wurden hautnah spürbar.

Dabei sollten sie zu Papier bringen, was sie sich für das neue Jahrzehnt wünschen. Gemeint waren natürlich nicht das teure Handy oder das coole Auto, sondern vor allem ideelle Dinge. Der Gewinn war die Fahrt ins erst 2009 eröffnete Klimahaus.

Den liebevoll gestalteten Werken war es anzumerken, dass die Schüler sich Gedanken gemacht hatten. Bilder zu Frieden, Gerechtigkeit und Bildung für alle, aber eben auch zum Umweltschutz, was natürlich sehr naheliegend war und perfekt zum Gewinn passte.

Jetzt konnten die Schüler endlich den Lohn für ihre Bemühungen einfahren. Nach einer kurzen Einführung im Klimahaus begann dann die Weltreise am achten Längengrad entlang, eine der Hauptattraktionen. Dort gab es nicht nur detailgetreue Nachbildungen der Originalschauplätze zu bestaunen, die eisige Kälte der Arktis und die stickig trockene Luft der nigerianischen Wüste wurden hautnah spürbar.

Für einige Schüler war es kaum vorstellbar, dass Menschen unter solchen Bedingungen überhaupt leben können. Sie selbst waren bereits glücklich, den klimatischen Extremen nach kurzer Zeit entkommen zu können. Deutlich machte ihnen das Klimahaus auch, wie wichtig es ist, umsichtig mit der Umwelt umzugehen und alles zu tun, um die Lebensräume der Menschen und Tiere zu erhalten. Es war ein Thema, dass die Jugendlichen zwar noch nicht im Unterricht behandelt hatten, das sie aber offensichtlich berührte und zum Nachdenken anregte.

Nach der langen Reise brauchten alle erst einmal eine Verschnaufpause und vertrieben sich die Zeit im nahe gelegenen Einkaufszentrum Mediterraneo oder an der Weser. Die vorgesehene Zeit für den Ausflug war den Schülern sicherlich viel zu kurz bemessen. Ein paar Stunden in Bremerhaven wären den Schülern sicher noch recht gewesen. Auch das Auswandererhaus sei ein interessantes Ziel. „Der Ausflug war aber auch nur zum Anfüttern“, merkte Reinhard Witt mit einem Schmunzeln an. Er hoffte, dass die Schüler noch einmal nach Bremerhaven fahren würden, um von dort aus die ganze Welt zu bereisen.

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