Frühlingsfest der älteren Generation mit sehenswertem Rahmenprogramm

Zwei Männer im Kamelgang

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Auch das Bingo-Spiel war ein Muss beim Frühlingsfest.

Verden - Wenn das Seniorenbüro der Stadt Verden zum Frühlingsfest einlädt, ist mit vollem Saal zu rechnen. So auch am Donnerstagnachmittag: 250 Gäste ließen sich vom Seniorenbeauftragten der Stadt, Christoph Gürlich, durch den bunten Nachmittag führen.

Gut gelaunt saßen die Gäste an den hübsch gedeckten Tischen im Hotel Niedersachsenhof. Einige unterhielten sich mit ihren Nachbarn, andere lauschten der Musik und wieder andere drängte es förmlich danach, endlich das Tanzbein zu schwingen. Die entsprechenden Melodien hatte die Tanzband Jupiter aus Bremen mitgebracht, die damit genau den Geschmack der Generation 60plus traf. Ob Schlager im Stil von „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ oder Stimmungslieder, der Applaus der Gäste war den Musikern gewiss.

Für das Rahmenprogramm hatten sich die Organisatoren diesmal gleich mehrere Besonderheiten einfallen lassen. Sowohl das Show-Paar der A-Formation der Tanzschule Beuss als auch das Jugend-Blasorchester der Kreismusikschule Verden unter Leitung von Andreas Brune und das gemeinsame Bingo-Spiel trugen mit zum Gelingen des Nachmittags bei.

Doch der eigentliche Höhepunkt war dem Auftritt von Helene Plietsch. Sie verstand sie es, die Menschen auf Trab zu bringen. Die „fromme Helene“ ließ so wortgewaltig Dampf ab, dass es das Publikum vor Lachen schüttelte. Sie erzählte von ihrer Vorliebe für Strickmodelle der Marke „Second Hand“ und dass sie das aktuelle Teil schon 1976 im Textilhaus Kolossa in Verden ergattert hat. Auch die Besucherreihen habe sie schon durchgeschaut. „Aber bislang war nichts Besonderes bei“, meinte die plietschige Dame.

Sie wusste über alles und jedes Ereignis etwas zu berichten, über Sport, Politik und auch das Neueste vom Tage: „Wo finden sie schon so was, Schönheit und Intelligenz in einem Frauenkörper vereint?“ Zwischen Weightwatcher-Treffen und der Suche nach einem Kerl ist sie immer für einen kleinen Tratsch zu haben. Sie kennt die Seele der Menschen und auch die Probleme ihrer Geschlechtsgenossinnen, Ehemänner bei der Stange zu halten.

Besonders hatte sie es auf Christoph Gürlich abgesehen, der ihr gemeinsam mit Heinrich Kamermann beim Bauchtanz assistieren musste. Flugs bekamen die Zwei ein Geschirrtuch auf den Kopf gesetzt und mit einem Stirnband wurde eine orientalische Kopfbedeckung daraus. Dann mussten die Herren ihre Hüften kreisen lassen und im Kamelgang durch den Saal stolzieren, vorbei am johlenden Publikum, das sich vor Lachen bog. „Sollte bei Hagenbeck mal ein Kamel fehlen, könnt ihr prompt einspringen“, kommentierte Helene Plietsch den Auftritt der beiden.

Aber auch andere männliche Gäste blieben von ihrem spröden Charme nicht verschont. So bekam der eine ein Küsschen auf die Wange gedrückt und ein anderer gleich das ganze kompakte Frauenbein entgegengestreckt, das ein Strumpfband schmückte.

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