Stehende Ovationen beim Weihnachtskonzert des Domgymnasiums in der Kirche

Zwei bezaubernde Musikstunden

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Mozarts große „Krönungsmesse“ gestalteten zum Abschluss der Große Chor mit Solistengruppen und das Orchester des Domgymnasiums gemeinsam in der voll besetzten Thedinghauser Kirche.

Thedinghausen - „Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben“, meinte Tenor Samuel Franco abschließend - aber dies hatten die Zuhörer in dem zweistündigen Konzert schon selber wahrgenommen.

Mit stehenden Ovationen und sehr langem Applaus dankte das PublikuDomm beim traditionellen Weihnachtskonzert in der Maria-Magdalena-Kirche zu Thedinghausen den vielen beteiligten musikalischen Gruppen des Domgymnasiums Verden.

Schwungvoll hatte die Sinfonia piccola unter der Leitung von Sabine Boese den Abend mit verschiedenen Weihnachtsliedern eröffnet.

Ob nun „Es ist ein Ros entsprungen“ mit einem Vokal-Solo Victoria Stürmers oder das moderne Weihnachtsmedley „Christmas Portrait“ - der Streichernachwuchs überzeugte mit guter Intonation und einem angenehmen Orchesterklang.

Anschließend füllte sich der Altarraum: der Junge Kammerchor unter Leitung von Dr. Dietrich Steincke sang Auszüge aus „Harmonia caelestis“ von Pal Esterhazy. Von einem kleinen Ensemble begleitet zeigte besonders das „Dormi Jesu dulcissime“ mit den Sopransolisten Neeltje Hamacher und Benjamin Hohls den Klangreichtum des Chores.

Auch das Weihnachtslied „Sind die Lichter angezündet“ mit Elena Artisi als Solistin und der Choral „I will sing“ erfreute die vielen Besucher des Konzertes.

Der Kammerchor unter der Leitung von Bernd Kleemann und begleitet von Martin Gerken am Klavier präsentierte ebenfalls seine Vielseitigkeit. Vom „Te deum“ Felix Mendelssohns bis zum Contemporary Gospel „In your arms“ von Tore W. Aas wurden Musikstücke verschiedenster Stilistiken dargeboten. Hierbei stachen vor allem die „Lamentations of Jeremiah“ des zeitgenössischen Komponisten Z. Randall Stroope hervor.

Das Orchester unter der Leitung von Wolfram Paulik verzauberte dann mit dem bekannten Weihnachtskonzert in g-moll op.6/8 von Arcangelo Corelli. Bei der großen Dynamik und dem sehr präzisen Zusammenspiel mit den Solisten Robin Becker und Johanna Scheele (Violine), Melanie Monke (Violoncello) und Johanna Rinnert (Cembalo) konnte man fast vergessen, dass man einem Schulkonzert lauscht. So war der lang anhaltende Applaus nicht weiter verwunderlich.

Der Große Chor sang in diesem Jahr zwei zeitgenössische Werke: „The Lord is my Shepherd“ von Will Todd und „Amen“ für fünfstimmigen Frauenchor vom Leiter des Chores, Dr. Dietrich Steincke.

Zum Abschluss des Abends führten der Große Chor und das Orchester die sogenannte „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Dieses anspruchsvolle Werk wurde nicht nur von Orchester und Chor, sondern auch vom Solisten-Ensemble mit Elena Artisi und Laura Kurz (Sopran), Celine Koch und Marlena Schmitz (Alt), Samuel Franco (Tenor) und Constantin Schmidt (Bass) sehr gut umgesetzt.

Schön, dass sich die beteiligten Lehrkräfte Zeit für eine aufwändige Probenarbeit nehmen und die Schülerinnen und Schüler nach Kräften unterstützen. Und so wird die Tradition der Weihnachtskonzerte auf jeden Fall im kommenden Jahr weitergeführt, auch wenn die derzeitige schulpolitische Diskussion anderes nahe legen könnte. · ey

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