Zuwanderung erfordert mehr Personal in der Verwaltung

29 weitere Stellen für das Kreishaus

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Zuwanderung bereitet Arbeit: In der Kreisverwaltung sollen 29 neue Stellen entstehen.

Verden - Die zusätzliche Arbeitsbelastung im Kreishaus durch die Zuwanderung reißt nicht ab. Im Gegenteil, mit der wachsenden Zahl von Menschen, die im Kreisgebiet Asyl suchen, wächst auch der Umfang der Aufgaben. „Wir stellen laufend ein“, berichtet Erste Kreisrätin Regina Tryta. Nachdem der Mitarbeiterstamm in diesem Jahr bereits mit einem Plus von 29 Stellen versucht, den Anforderungen des Flüchtlingsstroms gerecht zu werden, soll der Kreistag in der Aprilsitzung 29 weitere bewilligen. „Es ist eilig“, erklärt Tryta die verkürzte Beratungsfolge.

Nur der Kreisausschuss soll die Entscheidung des Kreistags vorbereiten, damit die neuen Mitarbeiter möglichst bald zur Verfügung stehen. Die Beratung im Fachausschuss wäre so kurzfristig nicht möglich gewesen. „Gerade im Fachdienst Soziales werden dringend Kräfte benötigt“, erklärt Tryta: „Damit die Mitarbeiter nicht heillos untergehen.“

Eigentlich ist es ein ganz einleuchtendes Rechenexempel, mit dem Gunnar Keller den Bedarf an zusätzlichen Kräften anschaulich macht: Im ersten Quartal sollten 1250 Menschen im Landkreis Verden ankommen. 500 werden allein noch im März erwartet. „Bei einem Bearbeitungsschlüssel von 140 Personen pro Sachbearbeiter sind allein mit den Neuankömmlingen acht Beschäftigte ausgelastet“, erklärt der Leiter des zuständigen Fachdienstes. Mittlerweile seien 22,5 Stellen für diesen Bereich vorgesehen, so dass der Personalschlüssel auch noch zwei Abteilungsleitungen nötig mache.

Aber auch die Unterbringung der Asylbewerber bereitet Arbeit. Mittlerweile ist der Landkreis Mieter von 200 Wohnungen. Die müssen verwaltet, teilweise hergerichtet und instand gehalten werden. Im ganzen Kreishaus wachsen die Aufgaben, nicht nur im Sozialen, auch im Fachdienst Arbeit und in der Ausländerbehörde. Mit den Flüchtlingen, die in Sammelunterkünften die Erstaufnahme in der neuen Heimat durchlaufen, sind neben mehreren Verwaltungsabteilungen auch der Fachdienst Gesundheit beschäftigt.

„Das Thema ist nicht mit Bordmitteln zu bewältigen“, zieht Kreisrätin Tryta ein Fazit. Auch wenn die neuen Jobs ein Vorgriff auf den Stellenplan des kommenden Jahres sein sollen, werden die neuen Mitarbeiter wohl recht bald den Dienst im Kreishaus antreten.

Leichter wird die Besetzung allerdings auch nicht. „Der Markt hat sich verändert“, beobachtet Tryta. Anderen Kreisen gehe es schließlich ebenso. Bislang habe es aber immer noch genügend Bewerbungen gegeben. Die Stellvertreterin des Landrats ist deshalb zuversichtlich, dass auch diesmal die Suche erfolgreich sein werde.

kle

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