Gestern Festakt zu 50 Jahren Lebenshilfe im Landkreis Verden / Noch viele Herausforderungen

„Wollen ein Elternverein bleiben“

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Mitglieder der Lebenshilfe nahmen die Gäste mit auf eine Reise durch fünf Jahrzehnte. Da glänzte der pädagogische Leiter Michael Grashorn auf einmal als Fred vom Jupiter.

Landkreis - Der pädagogische Leiter der Lebenshilfe im Landkreis Verden, Michael Grashorn, hat auf der Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen der Initiative selbst als „Fred von Jupiter“ eine gute Figur gemacht.

Im Festverlauf hatten ihn Schüler der Likedeeler-Schule völlig überraschend in ein spaciges Outfit gesteckt und so den Beginn der „Ära Grashorn“ für die Lebenshilfe zu Beginn der 80er-Jahre markiert.

Die Aufsichtsratsvorsitzende Doris Löwe.

Mit annähernd 200 geladenen Gästen – darunter Landrat Peter Bohlmann, der Verdener Bürgermeister Lutz Brockmann, die Regionalsprecherin des Landesverbandes der Lebenshilfe, Christine Dittmer, und der Vorsitzende des Paritätischen Niedersachsen, Christian Boenisch – feierte die Lebenshilfe im Landkreis Verden gestern in der Verdener Stadthalle auch offiziell ihr 50-jähriges Bestehen. Die Veranstaltung war kurzweilig als Zeitreise durch die Jahrzehnte organisiert und das Petra Landwehr-Duo aus Achim hatte dazu passend ein musikalisches Bündel geschnürt.

Zunächst aber hatte die Vorsitzende des Aufsichtsrates der Lebenshilfe, Doris Löwe, das Wort. Sie erinnerte an die Anfänge des Vereins als Elterninitiative und die Entwicklung der Lebenshilfe mit heute landkreisweit rund 1 000 Betreuten und 335 hauptamtlich Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen, an Grundschulen und an weiterführenden Schulen. Namentlich wurde dabei Helen von Lührte genannt, eine Kämpferin der ersten Stunde, die gemeinsam mit weiteren Eltern vieles zum Wohle ihrer Tochter Irmgard und aller Betreuten erreicht hat.

Der Lob und der Dank für das Engagement und den vielfältigen Einsatz, mit dem es in den vergangenen Jahrzehnten Eltern und Mitarbeitern gelungen ist, die Menschen mit Behinderung zusehends in die Gesellschaft zu integrieren, zog sich durch alle Redebeiträge. Auch der Landrat betonte die langjährige enge und kontinuierliche Zusammenarbeit von Kreisbehörde und Lebenshilfe und sprach davon, dass die Inklusion beide Partner vor neue Herausforderungen stelle.

Peter Bohlmann verwies auf die Vorgaben, die sich aus dem Sozialen Gesetzbuch ergeben und betonte, dass es für die Kommune und für die Lebenshilfe gleichermaßen bedeutend sei, Projekte und Maßnahmen nicht nur voranzutreiben, sondern sie maßgeblich selbst zu gestalten. Insgesamt waren sich alle Redner darin einig, dass sich in den vergangenen 50 Jahren sehr viel zum Positiven verändert hat. Das Thema Behinderung sei in der Öffentlichkeit angekommen und in der Gesellschaft präsent, doch gebe es trotz allem noch viel zu tun.

Eine Aussage, die abschließend auch Löwe nochmals bekräftigte. Und: „Unserer beachtlichen Größe zum Trotz sind wir immer noch ein Elternverein und das wollen wir auch in Zukunft bleiben.“ nie

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