Tiere sind in zwei Gehegen rund um den ehemaligen Forstenhof bei Schaufütterungen und Führungen zu beobachten

Wolfcenter öffnet am 28. April

Frank und Christina Faß fiebern der Eröffnung des Wolfgeheges entgegen. Fotos (3): Bruns

Barme - (wb) · Mit den Wölfen heulen kann man ab 28. April in Barme. Dann eröffnet rund um den ehemaligen Forstenhof ein Wolfcenter. Dort kann man die Tiere in zwei großen Gehegen bei Schaufütterungen und im Rahmen von Führungen beobachten und sich umfangreich über deren Rudelverhalten und Lebensweise in der freien Natur informieren.

Es ist eine Kombination von Umweltbildung und Freizeitspaß bei der sich alles um den Wolf dreht und was in dieser Form einzigartig nicht nur in Deutschland sondern ganz Europa ist, da ist sich Frank Faß sicher. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Christina wird der Ingenieur, passionierte Jäger und Verhaltensberater für Mensch-Hund-Beziehungen das Wolfcenter betreiben.

Etwas vergleichbares hatte das Ehepaar vor rund fünf Jahren bei einer Urlaubsreise in Amerika gesehen und war so beeindruckt, dass sie die Idee nicht mehr losgelassen hat. Lange Zeit wurde im stillen Kämmerlein geplant und schließlich ein Gesamtkonzept entwickelt, dass dann im August vergangenen Jahres der Öffentlichkeit erstmals bei einer Bürgerversammlung im Forstenhof vorgestellt worden war.

Diesen hat das Ehepaar Faß inzwischen erworben. Der Restaurantbereich wird aber weiterhin vom Ehepaar Oehlschläger betrieben und steht getrennt vom Wolfcenter für jedermann offen.

Der Saal ist jedoch kaum wiederzuerkennen. Dort wird derzeit eine 230 Quadratmeter große Dauerausstellung aufgebaut, in der man die Welt mit Wolfsaugen sehen können soll oder erfährt, wie sich aus dem Wolf der Hund entwickelt hat. Ausgearbeitet hat die Ausstellung das Universum Bremen.

Zudem gibt es einen Filmraum, in dem die Besucher sich ein Bild von den ersten in Deutschland wieder in freier Wildbahn lebenden Wölfen machen können. Es soll Vorträge, Führungen, Tages- und Wochenendseminare und Wolfsnächte geben, außerdem einen Streichelzoo und einen Naturspielplatz.

Weil dem Ehepaar Faß die Aufklärungsarbeit sehr am Herzen liegt, wird auch ein Schafsgehege eingereichtet. Er will den Menschen die Ängste vor dem Wolf, der seit rund zehn Jahren wieder in Deutschland heimisch ist, nehmen und unter anderem zeigen, mit welchen Zäunen Schafsherden gesichert werden können. Sechs Waldschafe, eine vom Aussterben bedrohte Rasse, sind schon da. Ebenso Herdenschutzhund Cleo.

Was noch fehlt sind die Wölfe. Pünktlich zur kleinen Eröffnung am 28. April sollen vier ausgewachsene Grauwölfe eines der beiden großen Gehege auf dem 5,2 Hektar großen Areal bezogen haben. Sie werden vom Institut für Haustierkunde der Christian-Albrechts-Universität in Kiel nach Barme umgesiedelt. Sicher rechnet das Ehepaar Faß damit, dass zum Eröffnungstag auch die Wolfswelpen da sein werden, dies ist jedoch vom Geburtstermin abhängig.

Diese sollen von Hand aufgezogen werden und weil das auch für die Besucher eine besonders spannende Phase ist, hat man sich zu der Teileröffnung am 28. April entschlossen. Nicht fertig sein wird dann die Dauerausstellung, aber dafür können sich die Besucher über einen ermäßigten Eintritt freuen. Der soll sieben Euro für Erwachsene und 5,50 Euro für Kinder betragen. Kinder bis drei Jahre haben freien Eintritt. Zum 1. Juni will sich das Wolfcenter dann in seiner ganzen Fülle präsentieren und fundiertes Wissen rund um den Wolf vermitteln.

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