Figurentheater im Langwedeler Häuslingshaus / Einstimmung auf Weihnachten

„Wisst ihr, wie viele Sterne es dort oben gibt?“

Es war die erste Kulturveranstaltung im restaurierten Häuslinghaus – und zahlreiche Gäste kamen. ·
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Es war die erste Kulturveranstaltung im restaurierten Häuslinghaus – und zahlreiche Gäste kamen. ·

Langwedel - Draußen pfiff ein böiger Wind, drinnen im Langwedeler Häuslingshaus war es heimelig: Es duftete nach Kaffee und Orangen. Voller Erwartung rutschten die Kinder auf den Bänken hin und her, auch deren Eltern und Großeltern harrten gespannt der Dinge.

Es war ein großer Tag für den Langwedeler Kulturverein: Premiere – die erste Veranstaltung im restaurierten Häuslingshaus ging über die Bühne. Christoph Bendikowski mit seinem Ekke-Neckepen-Figurentheater spielte seine Version der Weihnachtsgeschichte „Und sie folgten dem Stern“. Am vierten Adventssonntag, eine schöne Einstimmung auf das Weihnachtsfest.

Nach und nach trudelten die Zuschauer ein, es wurden Getränke ausgeschenkt, die Fotos von den Renovierungsarbeiten betrachtet. Mittendrin eine strahlende Sigrid Ernst. Sie begrüßte die etwa 30 Gäste, plauderte mit den Helfern, versorgte Bendikowski mit Getränken und nahm sich für alle Zeit zum Plaudern.

„Wir möchten Kindern und Jugendlichen das kleine Häuschen nahebringen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Kulturvereins. Deshalb sollte das mit einer Veranstaltung für die junge Generation eingeweiht werden. Künftig könne Gästeführerin Silke Fronzek als Mine Cordes jungen Besuchern Wissenswertes über das alte Haus erzählen – so werden Erinnerungen an die Jugend weitergegeben, hofft Ernst.

Passend zum Theaterstück war die Diele geschmückt: In der Ecke war die hölzerne Krippe zu bewundern. „Die hatte ein Helfer aus alten Bohlen gebaut, handgeschmiedete Nägel halten das Holz zusammen“, berichtete Ernst. Holzfiguren stellen das Geschehen in der heiligen Nacht dar. Alles dekoriert mit Tannengrün, Strohsternen und Lichterkette.

Historisches und Modernes verbinden - das ist Ziel des Kulturvereins. Bei der Krippe sofort zu erkennen, beim Rednerpult dagegen erst auf den zweiten Blick. Das wurde ebenfalls aus Balken hergestellt, und auf der Rückseite sind türkisfarbene Glasperlen eingearbeitet, die die Künstlerin auf spiralförmig gedrehten Kupferdraht gefädelt hatte. Oder hinten in der ehemaligen Schlafkammer: eine Lampe, auch die aus Bohlen gebaut – nur der Schirm ist modern.

Momentan ruhen die Arbeiten, dennoch: „Es gibt noch einiges zu tun. Die Außenanlagen müssen hergerichtet werden, ein Unterstand für Geräte wäre angebracht, und einige Mitglieder träumen von einem Backhaus“, zählte Ernst auf. Aber erst einmal genießen die fleißigen Helfer die Weihnachtszeit. Bevor im neuen Jahr weitere Veranstaltungen stattfinden: Im März steht eine musikalische Lesung auf dem Programm, desweiteren sind Konzerte und Ausstellungen geplant.

Zurück zum Sonntagnachmittag: „Wisst ihr, wie viele Sterne es dort oben gibt?“, fragte Bendikowski und entdeckte einen Stern, der ihn anblinkte und die richtige Geschichte vom Stern von Bethlehem erzählte.

Die begann damit, dass Kaiser Augustus sein Volk zählen wollte. Doch bald schon verzweifelte der Herrscher: Seine Finger reichten nicht aus. Also musste das Publikum helfen: „Finger in die Höhe, der Kaffee kann warten“, forderte der „Kaiser“. Schnell waren auch die „geliehenen“ Finger zu wenige. Nun musste ein Ausrufer her, der verkündete: „Jeder geht dorthin, wo er geboren wurde, sonst droht große Strafe.“

Auch drei Bettler machen sich auf den Weg. In der Nacht entdecken sie am Himmel einen Gold-Zimt-Stern, den sie fangen wollen.

Ob mit hohen Sprüngen, ob mit Leiter: Der Stern ist unerreichbar. Frustriert schlafen die Freunde ein, und der Stern hat Mitleid – er lässt sie ihre Wünsche träumen, die er sofort erfüllt: Lebkuchenherz, Spielzeugpferd und ein warmes Fell.

Die Drei folgen dem Stern zum Stall in Bethlehem, und schenken dem Kind in der Krippe die Gaben, die sie vom Stern bekommen haben. Was den drei Königen derart imponiert, dass sie mit den drei Bettlern Freundschaft schließen und sie mit ins Morgenland nehmen.

Der Zauber der Geschichte wirkte nach: Bendikowski schenkte den Mädchen und Jungen ebenfalls einen kleinen goldenen Stern. Und Mine Cordes verteilte Süßigkeiten. · is

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