„Miss Schau der Besten“ wird gesucht

Wer wird Nachfolger Sunshines?

Verden - · Neue Topmodels braucht das Land. Während Heidi Klum sich anschickt, in der fünften Auflage ihres Wettbewerbs Nachwuchstalente zu finden, sind deutsche Rinderzüchter bereits zum 37. Mal dabei, ihr neues Topmodel zu ermitteln. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurden aus 410 000 potentiellen, rot- und schwarzbunten Teilnehmerinnen bereits rund 200 ausgewählt.

Diese treffen sich nun am morgigen Donnerstag in der Verdener Niedersachsenhalle zum Finale. Das Interesse an der Veranstaltung reicht weit. Die Rinderzuchtorganisation Masterrind, Veranstalter des Events, rechnet mit mehreren tausend Besuchern aus aller Welt.

Mit der Vorauswahl beauftragte der Ausrichter Andreas Oltrogge. Der ausgewiesene Fachmann kann als Model-Scout des Unternehmens bezeichnet werden. Monatelang bereiste er zahllose Kuhställe im Einzugsgebiet seines Arbeitgebers, das sich über die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen erstreckt. Hier nahm er zuvor von den Züchtern angemeldete oder per Computer ermittelte Tiere in Augenschein. Entscheidend für eine Teilnahme waren zwei Dinge: eine erstklassige Abstammung und tadelloses Aussehen. Jene, die dies mitbrachten, wurden notiert und in den folgenden Monaten immer wieder begutachtet. Nur wer sich auch Anfang Februar noch in Bestform zeigte, blieb auf der Setzliste und wird am Donnerstag in Verden dabei sein.

Dort nimmt mit Rolf Klöcker ein anerkannter, nicht aus dem Wirkungsraum des Ausrichters und seiner Zuchtbetriebe stammender Kenner das Heft in die Hand. Die erforderliche Neutralität garantierend, entscheidet allein er, wem am Ende der Veranstaltung der Titel verliehen wird. „Miss Schau der Besten 2010“ wird sich dieses neue Topmodel ab dann nennen dürfen. Zuletzt siegte Sunshine aus Walsrode. Sie hatte bereits zuvor mehrere kleinere Titel errungen und sonnte sich nach ihrem größten Erfolg im Blitzlichtgewitter.

Ob zwei oder vier Beine: keine Teilnehmerin eines Schönheitswettbwerbes versäumt vor dem Auftritt, sich noch ein wenig aufzuhübschen. Dazu gehört auch ein Besuch beim Friseur. Der unterscheidet sich vom klassischen Damen- und Herrensalon-Betreiber vor allem durch zwei Dinge: Er nennt sich Fitter und verfügt mit weiß, schwarz und rot über ein eher eingeschränktes Sortiment an Tönungen. Doch damit sind seine Kundinnen zufrieden. Typveränderungen sind nicht gefragt.

Fest steht jedoch: Wer es bis nach Verden schafft, kann sich bereits zu den Siegern zählen. Neben Preisgeldern in Höhe von insgesamt rund 25 000 Euro winkt der mit dem Titel einhergehende Ruhm und die Möglichkeit, an bundesweiten oder internationalen Wettbewerben teilzunehmen. Renommee für die Zucht und damit hohe Verkaufspreise späterer Nachkommen der Kuh sind das Resultat.

Doch auch dem Zuschauer wird einiges geboten. Er kann handverlesene Spitzentiere für die eigene Herde ersteigern, sich in einer Ausstellung bei mehr als 20 Unternehmen über deren Angebote rund ums Rind informieren oder bei einer Verlosungsaktion gewinnen.

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