Landkreis Soltau-Fallingbostel plant südöstlich von Otersen Vorrangstandort  / Übergreifende Gespräche angeregt

Windpark auf 46 Hektar Fläche?

Nur rund 220 Meter hinter der Kreisgrenze beginnen die eingeplanten Windenergie-Vorrangsstandorte.

Otersen - Der Landkreis Soltau-Fallingbostel plant in der Gemarkung Groß-Eilstorf einen Windenergie-Vorrangstandort mit insgesamt 146 Hektar Fläche. Dieser neue Windpark beginnt nur 2200 Meter südlich der Gemeinde- und Kreisgrenze bei Otersen.

Dabei ist er um ein Mehrfaches größer als die drei Windenergie-Flächen in der Gemeinde Kirchlinteln in Holtum (Geest), Neddenaverbergen und Luttum zusammen.

In Neddenaverbergen drehen sich vier Windräder auf 26 Hektar Fläche. Je nach Größe wären bei Genehmigung in Eilstorf problemlos 20 Windräder möglich, so CDU-Fraktionsvorsitzender Günter Lühning, der deshalb Gemeinde- und Kreisgrenzen übergreifende Gespräche anregt.

Im Grenzgebiet zwischen drei Gemeinden (Kirchlinteln, Häuslingen und Walsrode) und zwei Landkreisen (Verden und Soltau-Fallingbostel) „sollte gemeinsam und nicht nebeneinander geplant werden“, so Lühning. „Beide Landkreise stellen neue Regionale Raumordnungsprogramme auf und sollten ihre Planungen aufeinander abstimmen“, regt der Kreistagsabgeordnete aus Otersen gemeinsame Gespräche an.

2008 waren acht Windräder südlich von Otersen und weitere zwölf Windenergie-Anlagen östlich von Otersen in der Gemarkung Südkampen direkt hinter der Kreisgrenze im Gespräch. Jetzt sind bis zu 20 Windräder allein in Groß-Eilstorf in der Planung – direkt südöstlich Otersens hinter der Kreisgrenze. Nur 2200 Meter hinter der Kreisgrenze beginnen die beiden im neuen Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) des Nachbar-Landkreises eingeplanten Windenergie-Vorrangstandorte auf insgesamt 146 Hektar Fläche.

Zum Vergleich: In Otersen sind acht Windräder auf 40 Hektar Fläche geplant. Die Windenergie-Potenzialfläche südöstlich des Dorfes Otersen wurde bisher von der Verdener Kreisverwaltung nicht in den Entwurf des neuen RROP des Landkreises Verden aufgenommen. Auf Grund des Schutz-Kriteriums gering belasteter Freiraum (nicht zu verwechseln mit Landschafts- oder Naturschutzgebiet oder Freiraumkonzept) wurden die Potenzialflächen bisher nicht aufgenommen.

Sollten die Kreistagsabgeordneten die Aufhebung des Kriteriums gering belasteter Freiraum beschließen, dann könnte der geplante Windpark Otersen eigentlich in das neue RROP aufgenommen werden. Das Kriterium gering belasteter Freiraum bleibt im Nachbar-Landkreis Soltau-Fallingbostel unberücksichtigt.

Auf Grund des Fünf-Kilometer-Abstands-Kriteriums zwischen zwei Windenergie-Vorrangstandorten hätte der Windpark Otersen wegen der Planungen in Eilstorf trotzdem keine Chance – es sei denn, eine gemeinsame Planung zwischen beiden Landkreisen würde möglich. Unabhängig von den Planungen der Landkreise könnte die Gemeinde Kirchlinteln durch Aufstellung eines Flächennutzungsplanes einen kleinen, so genannten gemeindlichen Windpark mit höchstens zwei Windrädern schaffen.

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