Entlassungsfeier am Lindhoop unter dem Motto: „Kirchlinteln goes Hollywood“

Wieder ganz großes Kino

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Eine Tanzgruppe der Liekedeeler-Schule bereicherte die Feier.

Kirchlinteln - Eine fulminante Show mit festlichen Roben und gefährlich hohen Stöckelschuhen, Stolperfallen auf dem roten Teppich, Blitzlichtgewitter, Gesangseinlagen mit Gänsehautfaktor und eine humorvolle Moderation – all das gehört zu einer guten Oscarverleihung. Und all das gab es gestern am Lindhoop. Sogar kleine Skandale, wie etwa eine bestechliche Jury, durften bei „Kirchlinteln goes Hollywood“ nicht fehlen. Die Entlassungsfeier der Schule am Lindhoop war, um im Bild zu bleiben, mal wieder ganz großes Kino.

85 Haupt- und Realschüler nahmen gestern Abschied. 75 Prozent werden nach den Ferien weiter zur Schule gehen. Die restlichen 25 Prozent haben einen Ausbildungsplatz gefunden. Das ist auch der Verdienst der Initiative emforce, die mit ihren Wirtschaftspaten den Schülern hilft, eine passende Berufsausbildung zu finden. Für die Initiative überbrachte Elke Eggers Grüße, für die Kirchengemeinden sprach Pastor Wilhelm Timme einen Segen. Elternvertreterin Anke Wieters in ihrem Grußwort: „Wir Eltern wünschen uns, dass ihr im Leben glücklich und erfolgreich seid. Aber was Glück und Erfolg bedeuten, entscheidet ihr allein.“

Bürgermeister Wolfgang Rodewald war der einzige, der am Tag nach dem Halbfinale in Stimmung war, Fußballvergleiche heranzuziehen. Sein Rede geriet besonders kurz und knackig: „Habt Geduld, wenn ihr nicht sofort ein Tor schießt. Irgendwann kommt eure Chance – und dann macht das Ding rein.“

Es folgten erstklassige Gesangseinlagen von der Schülerin Lisa Stahnke, ein Tanz der Liekedeeler-Schüler, eine Basketball-Performance oder auch absurde kleine Filmchen, die meistens Lehrer und Schüler gleichermaßen aufs Korn nahmen. Die Jugendlichen bewiesen, dass sie auf jeden Fall das Zeug haben, ihr Publikum zu unterhalten. Auch die sechs Absolventen der Liekedeeler-Schule der Lebenshilfe beteiligten sich an den Feierlichkeiten.

In der Schule am Lindhoop gibt es viele Entlassungsfeier-Rituale. Natürlich zitierte Schulleiter Reinhard Ries wieder Bertold Brechts „Kinderhymne“. Und auch in diesem Jahr gab es ein selbst gedichtetes Abschiedslied der Schüler auf die Melodie eines bekannten Stückes. Diesmal musste Wolfgang Petris „Wahnsinn“ herhalten. Und auch diesmal flossen reichlich Tränen. · rei

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