Monitoringdaten belegen wachsenden Bedarf / Ansätze zu Gegenmaßnahmen

Wettbewerb um Fachkräfte

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Das Fachkräftemonitoring liefert wertvolle Daten, waren sich die Akteure auf dem Podium einig.

Verden - „Ich habe keine Angst vor der Zukunft.“ Der Verdener Unternehmer Wolfgang Reichelt war gestern auch noch zuversichtlich, als er die Auswertung des Fachkräftemonitorings im Verdener Kreishaus erfahren hatte. Aus den Antworten von Unternehmern und Schulabgängern aus dem Landkreis hatte Unternehmensberater Jörg Lennardt ermittelt, wie der wachsende Fachkräftemangel die Wirtschaft im Kreisgebiet fordern wird.

Eine weitere Analyse, diesmal mit Hilfe des Arbeitsmarktmonitors der Bundesagentur für Arbeit, machte ebenfalls das Problem deutlich. Der Leiter der Verdener Agentur, Joachim Duensing, belegte das mit einem Vergleich von Daten aus dem Kreis mit Bremer Zahlen.

Wenn bis 2025 die Zahl der Erwerbstätigen im Landkreis um 8000 sinkt, wird ein Wettbewerb unter den Unternehmen um den Nachwuchs an Fachkräften entstehen. Das war nicht nur den Analysten klar. Auch Landrat Peter Bohlmann, der als Hausherr Vertreter von 30 Unternehmen, Bürgermeister, Kommunalpolitiker, aber auch Vertreter von Schulen, Kammern und Verbänden zu der Veranstaltung der Fachkräfteoffensive begrüßte.

Nicht nur für die Unternehmen kehre sich die Lage nach einer langen Zeit mit Arbeitslosigkeit und Mangel an Ausbildungsplätzen jetzt um, beobachtete Bohlmann. Gefordert sei damit auch der Landkreis, war er sich mit Wirtschaftförderer Dieter Sander einig. Verwaltung und politische Gremien müssten die Rahmenbedingungen und ein attraktives Umfeld schaffen, damit der Fachkräfte-Nachwuchs in der Region bleibe oder sich sogar hier ansiedele.

Bereits jetzt hätten aber Unternehmen Aufträge ablehnen müssen, weil die Mitarbeiter fehlten, hatte Lennardt ermittelt, und Bohlmann sah eine Gefahr für Wachstum und Wohlstand in der Region. Um der Gefahr zu begegnen war vor einem Jahr die „Fachkräfteoffensive Landkreis Verden“ ins Leben gerufen worden.

Unter Leitung von Marita Schülbe soll sie helfen, Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, die den wachsenden Problemen entgegen wirken. Als sehr hilfreiches Material genau für diesen Zweck beurteilten Gebhardt Rosenthal als Vertreter der IHK Stade und Eginhard Engelke als Vertreter des Handwerks die Monitoringdaten. Die detailliert aufgearbeitete Auswertung soll auf einer Internetseite Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, versprach Marita Schülbe.

Die Ausbildung des Nachwuchses, Bildungsangebot und Familienfreundlichkeit werden in Zukunft große Bedeutung erlangen, war dann das Ergebnis einer Podiumsdiskussion mit den Beteiligten. Zugleich deuteten sich damit auch erste Ansätze für Maßnahmen an. Und weil Unternehmer Reichelt in diesem Bereich innovative Weg geht, blickte er schon mal optimistisch in die Zukunft. · kle

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