Knaus-Grillcontest am Oyter See mit Teams aus ganz Norddeutschland

Wenn es um die Wurst geht, ist volle Konzentration nötig

Am Dampflok-Grill: „Heizer Daniel Soppa“ brutzelt Leckeres.

Oyten - Jeden Sommer das gleiche Spiel: Grillfreunde gruppieren sich um einen kleinen Kohlehaufen, abgedeckt durch ein Rost, und grillen Nasch- und Nahrhaftes.

Dass man im Umgang mit Grillzange und Glut Meisterehren erringen kann, zeigte sich am Sonnabendnachmittag am Oyter See. Hier präsentierte die Firma Knaus ihren Grillcontest – erstmalig in Oyten. Fünf Teams grillten, was die Kohle hergab. Die Mannschaften reisten aus ganz Norddeutschland an und mussten vor einer Jury, bestehend aus Tim Dahms vom Veranstalter, Susanne Bohn und Sandra Zornow, der Campingplatzmanagerin des Campingplatzes am Oyter See, ihr Gegrilltes auf einem Teller nett arrangiert vorzeigen. Es sollte nicht nur gut aussehen, sondern natürlich auch schmecken.

Dabei bewiesen die Teams vollkommen verschiedene Methoden. Die einen grillten auf einem Standardgrill, die anderen auf Marke Eigenbau – wie das „Stone Barbecue Team“ aus dem Kreis Steinfurt. Die reisten mit einem über zwei Meter langen Grill an, der eher dem Rumpf einer Dampf-Lokomotive aus dem 19. Jahrhundert ähnelte als einem Grill. „Das haben wir in der Firma gebaut. Und nun nutzen wir es zum Grillen“, berichtet Kathrin Soppa, die mit ihren Mitstreitern gerade damit beschäftigt war, die Bratwurst mit Beilage auf den Tellern herzurichten und der Jury zum Kosten zu servieren. Und wie damals in der Dampf-Lok der Heizer die Kohle nachschaufelte, kümmerte sich Grillheizer Daniel Soppa um die Glut.

Er hatte auch sichtlich Freude daran, die Bratwurst zu wenden und das Fleisch auf dem Rost zu rücken. Doch wegen der Wettbewerbsatmosphäre stand er auch voll konzentriert am Grill. Denn wenn es um die Wurst geht, versteht Daniel Soppa keinen Spaß.

Gegrillt wurde in drei Durchgängen. Mit der Bratwurst fing es an, mit dem Fleisch mitsamt Beilage ging es weiter und das Ganze endete mit einem Dessertgrillen, beispielsweise mit gegrillter Ananas und Bananen. „Mit Honig drauf schmeckt das einfach wunderbar“, schwärmt Juror Tim Dahms.

An acht verschiedenen Standorten bundesweit ermittelt der Ausrichter die Qualifikanten für das Finale. Oyten war die sechste Runde. Erster wurde hauchdünn das Team „Stone Barbecue“ mit einem Vorsprung von nur drei Zehntel Punkten vor dem Zweiten, dem „Team Kalle“. Die Sieger qualifizieren sich für die Teilnahme am Zwischenentscheid Ende August in Eschwege. Wer dort gewinnt, darf zur Deutschen Grillmeisterschaft. Na dann: Guten Appetit! · woe

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