Gottesdienst mit Gospel in Daverden

Wenn der Funke überspringt

Silas Edwin und die „Temple Life Gospel Singers“ kommen nach Daverden.

Langwedel - Am Sonntag, 30. August, um 10 Uhr lädt der Langwedeler Kulturverein e.V. mit der ev.-luth. Kirchengemeinde Daverden zu dem Projekt „Oh Freedom“, einem Gottesdienst mit Gospelmusik in der St. Sigismund-Kirche in Daverden ein.

Für dieses Projekt, das von dem Weser-Aller- Bündnis für Demokratie und Zivilcourage WABE unterstützt wird, konnten die „Temple Life Gospel Singers“ aus Bremen gewonnen werden. Rolf Göbbert vom Langwedeler Kulturverein sprach mit dem nigerianischen Chorleiter Silas Edwin, der in Bremen-Huchting wohnt.

?Herr Edwin, wie lange leben sie in Deutschland und was hat sie aus dem englischsprachigen Nigeria nach Deutschland geführt?

!Ich lebe seit acht Jahren in Deutschland und bin über ein kirchliches Austauschprogramm von Nigeria nach Deutschland gelangt.

?Fühlen sie sich mehr als Musiker oder als christlicher Prediger?

!Ich bin sowohl Musiker als auch christlicher Prediger. Mein Vater war Pastor und ich bin mit der Gospelmusik aufgewachsen. Gospelmusik ist für mich auch immer die Botschaft Gottes zu predigen. Gospelmusik ist für mich immer beides und untrennbar – Musik und christliche Botschaft. Ich bin Baptist.

?Haben sie eine musikalische Ausbildung absolviert?

!Ich habe in Afrika in verschiedenen Chören gesungen und in der Kirche das Klavier spielen gelernt. In Nigeria haben wir ohne Noten gespielt, einfach aus dem Gefühl heraus.

Später in Deutschland habe ich bei der evangelischen St. Matthäus Gemeinde in Bremen Anschluss gefunden und habe eigene Projekte als Chorleiter ins Leben gerufen. Heute bestreite ich meinen Lebensunterhalt durch Musik.

?Bekannt ist ihr Projekt „Sing out Gospel“ mit bis zu 200 Sängern, das in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg, der Glocke in Bremen und dem Aegi Theater in Hannover zu sehen war. Machen solche großen Chöre überhaupt Sinn?

!Die Idee kam über Nacht. Wir haben ein halbes Jahr an dem Projekt gearbeitet. Einfach war es nicht und es hat auch viele Konflikte gegeben.

?Aus welchen Nationen stammen die Sänger der „Temple Life Gospel Singers“ und wie ist die Geschlechterverteilung?

!Wir haben eine weiße Sängerin, die anderen stammen aus den USA, Uganda, Ghana, Senegal, Togo, Liberia und Deutschland. Unser Chor besteht zu Zweidrittel aus Frauen. In Daverden können wir allerdings nur mit sieben Sängern auftreten, da einige Frauen im Mutterschutz sind.

?Wie kommt Gospelmusik in einem deutschen Gottesdienst an, denn so locker geht es in Deutschlands Kirchen nicht zu?

!Ich habe in Deutschland bzw. in Bremen gute Erfahrungen gemacht. Wenn wir in Bremen gesungen haben, ging es überhaupt nicht steif zu. Wenn der Funke einmal überspringt, gehen die Besucher voll ab.“

Der Eintritt zum Gottesdienst ist selbstverständlich frei. Einige Kosten entstehen für die Veranstaltung mit den „Temple Life Gospel Singers“ aber doch und so bittet der Kulturverein Langwedel am Ende der Veranstaltung um eine Spende.

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