Als die Weltbrände ihren schrecklichen Lauf nahmen

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Sogar beflügelndes Variete ist in Langwedel zu erleben.

Langwedel - „Leben im Häuslingshaus!“ Unter dieses Motto könnte man das Programm 2014 des Langwedeler Kulturvereins stellen. Denn in diesem Jahr steht das aufwendig restaurierte Haus endlich für Veranstaltungen zur Verfügung. Vorgesehen ist dort eine bunte Mischung aus Konzerten unterschiedlicher Stilrichtungen, Vorträgen, Lesungen und Ausstellungen sowie Angeboten für Kinder.

Dazu will der Vorstand bald Näheres verlauten lassen. Von der bereits ausgebuchten Fahrt zum Horst-Janssen-Museum in Oldenburg an diesem Sonntag einmal abgesehen, geht der Veranstaltungsreigen mit dem Frühlings-Kunsthandwerkermarkt am 22./23. Februar im Rathaus los.

Schwerpunktthema des Vereins 2014 wird der Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren sein. Diese einschneidenden Geschichtsereignisse werden in dreierlei Weise aus verschiedener Perspektive beleuchtet.

Begonnen wird am 2. März mit der Sonntagsmatinee und dem Film „John of York“. Er entstand in der Hochschule für Künste in Bremen im Rahmen der Bachelor-Arbeit von Hendrik Röhrs und Tobias Hentze. Der etwa halbstündige Film wurde als herausragendste Arbeit eines Abschlussjahrganges bewertet. Die Schlussszene spielt am noch unrenovierten Langwedeler Häuslingshaus.

Am 28. März liest und singt Günter Gall unter dem Titel „Soldatenleben“ Lieder zu Krieg und Frieden aus fünf Jahrhunderten. Unter anderem von Kurt Tucholsky. Konstantin Vassiliev ergänzt das Programm durch Kompositionen aus eigener Feder auf der Gitarre.

Die Triologie wird am 10. Oktober durch einen Beitrag über die Zeit zwischen den Weltkriegen vervollständigt. Am Beispiel eines Puppenspielers unter dem Titel „H. M. Rulff – oder es haben nicht alle mitgemacht“ nähert sich Christoph Bendikowski dem schwierigen Thema an. Eine Ausstellung zeigt alte handgefertigte Puppen von Rulff.

Darüber hinaus bereichert der Verein die Langwedeler Kulturtage. Unter dem Titel „KlangFarbe“ geben sich die Malerin Belinda di Keck an der Staffelei und die Musikerin Olga Kuhlemann am Cello ein Stelldichein. Die Instrumentalistin spielt Kompositionen aus Klassik, Romantik und Folklore, die Malerin lässt diese Klänge auf sich wirken und bringt direkt vor Ort die von der Musik in ihr ausgelösten Gefühle auf die Leinwand.

Am 6. April wird die Ausstellung zur „Geschichte der Reiners Tabakfabrik GmbH und der Druckerei Ludwig Mack GmbH“ von Wolfgang Ernst eröffnet. Wer hierzu noch Informationen (Bilder, besondere Ereignisse) oder Ausstellungstücke beisteuern kann, wird gebeten, sich bei Ernst, Telefon 04232/1590, zu melden.

Auch präsentiert der Kulturverein zusammen mit der „Companie Flair Condition“ ein „Variete-Event“ auf dem Rathausvorplatz. „Volare“ heißt ihr Programm, das eine turbulente Liebesgeschichte im Flair der 20er Jahre mit Gesang, Violine, Akrobatik, Vertikaltuch, Equilibristik, Tanz, Humor und Posie erzählt.

Und im August steht beim Langwedeler Kulturverein ein Jubiläum an. Unter dem Titel „25 Jahre Kultur in Langwedel“ soll tüchtig gefeiert werden.

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