Stadt Verden kauft Betriebsgelände der Stadtwerke

Weiterer Schlüssel zur Umgestaltung

Die Stadt hat das Betriebsgelände der Stadtwerke gekauft und will das Gelände im Zuge des Rahmenplanes Allerufer neu und umgestalten.

Verden - (mw) · Es ist ein bisschen wie Monopoly. Grundstück für Grundstück sichert sich die Stadt Verden im Bereich des Allerufers und kommt damit dem Ziel einer umfangreichen Neugestaltung des Areals immer näher. Jüngster Coup: der Kauf des Betriebshofes der Stadtwerke in der Straße Nordertor.

Bürgermeister Lutz Brockmann und Joachim Weiland, Geschäftsführer der Stadtwerke, schilderten gestern in einem Pressegespräch im Verdener Rathaus den einvernehmlichen Verlauf der Grundstücksverhandlungen. Vom Stadtrat hatte Brockmann bereits im Dezember in nichtöffentlicher Sitzung grünes Licht für den Ankauf der Fläche bekommen. Danach waren die Stadtwerke am Zug. Auch Weiland wurden keine Steine in den Weg gelegt. „Die Entscheidung in unserem Haus fiel ebenfalls einstimmig“, so Weiland. „Die Stadtwerke als Dienstleister der Stadt. So soll es sein“, freute sich Brockmann.

Die Planer brauchen das Grundstück, wollen sie doch nach Bau des Nordertorkreisels den Verkehr über die Straße Nordertor, die dann über das jetzige Betriebsgelände der Stadtwerke führen soll, in die Straße Allerufer lenken. „Es ist für uns ein Schlüsselgrundstück bei der Umsetzung des Rahmenplans Allerufer“, betonte Brockmann. Wie bereits mehrfach berichtet, soll die Stadtsilhouette in dem Bereich ein völlig neues Gesicht bekommen. Geplant sind ein großes Hotel, Einzelhandel, Dienstleistung und Wohnbebauung. Ein Filetstück fehlt den Planern und Investoren allerdings noch zum vollkommenen Glück: das Gelände der ehemaligen Kaufhalle. „Mit der neuen Entwicklung dürften sich die Verhandlungen mit den Besitzern aber ebenfalls einfacher gestalten“, hofft der Bürgermeister.

Auf die Stadtwerke kommen mit dem Verkauf des Geländes eine Vielzahl von Veränderungen zu. Bislang finden auf dem über 5000 Quadratmeter großen Gelände Garagen mit Fahrzeugen, Materiallager sowie die Sozialräume der zirka 35 Mitarbeiter Platz. Ersatz ist aber bereits in Sicht, denn ehe der Verkauf des Grundstückes in trockenen Tüchern war, hatten sich Geschäftsführung und Stadt Verden nach einer Alternative umgesehen. „Fündig geworden sind wir mit dem ehemaligen Gelände der Firma Wohlenberg in der Weserstraße“, so Geschäftsführer Weiland. Die Gebäude stehen nach Umzug der Firma seit 2006 leer. Die Stadtwerke werden die alten Gemäuer abreißen lassen und wollen dort neu bauen. Bis zum Jahr 2011 soll das Projekt über die Bühne gehen.

Unberührt von den Veränderungen bleibt zunächst der Verwaltungssitz der Stadtwerke. Das Gebäude steht am Allerufer in direkter Nachbarschaft zum jetzigen Betriebshof. „Die Trennung von Verwaltung und Betriebsstätten ist für uns kein Problem“, versichert Weiland. Er hält sich aber weitere Optionen offen. Durchaus möglich, dass die Verwaltung an den neuen Standort nachrücke. Die Kunden werden darunter nicht zu leiden haben. „Zeitgleich würden wir dann in der Innenstadt ein Servicecenter öffnen“, versprach Weiland.

Keinen Einfluss haben die Neubaupläne auf die Strompreise der Stadtwerke. „Die Tarife bleiben davon natürlich unberührt“, schmunzelte Weiland. Auch die Stadt sieht sich beim Ankauf des Grundstückes fair behandelt. Als Gesellschafter der Stadtwerke verzichtet sie im Gegenzug für vier bis fünf Jahre auf die Überweisung der so genannten Eigenkapitalverzinsung von bis zu 700 000 Euro per anno.

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