Treffpunkt zum Stricken, Nähen, Häkeln: Handarbeit liegt voll im Trend

Von wegen nur für Omas

Die süßen Monster von Inge Baresch finden im Bekanntenkreis dankbare Abnehmer. ·
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Die süßen Monster von Inge Baresch finden im Bekanntenkreis dankbare Abnehmer. ·

Dörverden - DÖRVERDEN · „Den Wollfaden um den linken Zeigefinger wickeln, durch die Masche ziehen, auf die rechte Nadel heben und das Ganze dabei locker halten.“ Kaum sitzen sie beieinander, da klappern auch schon die Stricknadeln. Schließlich kommen die Frauen im neuen Strickkreis in Dörverden vor allem aus einem Grund immer montags, von 19.30 bis 22 Uhr, im Kultursaal der Gemeinde am Berliner Ring 1 zusammen. Sie wollen sich gemeinsam ihrem kreativen Hobby widmen. Wer jetzt weißhaarige Omas vor Augen hat, täuscht sich: Handarbeit liegt auch bei Jüngeren voll im Trend.

Diana von der Brüggen und Bianka Rottmann haben den Strickkreis ins Leben gerufen, der auch eine willkommene Gelegenheit ist, Kontakte zu knüpfen. „Jeder ist willkommen. Wir haben den Kreativtreff zwar Strickkreis genannt, aber es kann natürlich auch gehäkelt, gestickt oder genäht werden“, berichten die Dörverdenerinnen.

Die Initiatoren des Treffs, die schon viele Jahre zusammen handarbeiten, hoffen auf viele Gleichgesinnte. „Das Alter ist egal, auch Männer sind willkommen. Nur Mut“, sagen sie. Und Anfänger? „Das kriegen wir auch hin. Wir helfen überall.“ Tanja de Vries strickt wie Bianka Rottmann zurzeit Strümpfe. „Das ist gar nicht so schwer, wie man denkt“, meint die Dörverdenerin. Sie hat allerdings bereits viel Handarbeitserfahrung und ist auch wegen der Gemeinschaft dabei. „In Gesellschaft macht das Handarbeiten mehr Spaß. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen und sich Tipps und Anregungen zu holen“, sagt sie. Tanja de Vries hält ein großes Strickteil aus grauer Wolle in Händen: „Das wird eine modische Weste. Eigentlich sollte sie längst fertig sein.“

„In Gesellschaft macht

es mehr Spaß“

Winzige Plattstiche setzt Inge Baresch auf eine Tischdecke, die weihnachtliche Muster zeigt. Baresch lachend: „Die Decke sollte schon 2012 den Weihnachtstisch zieren. Aber da ich viel lieber nähe als sticke, wurde die Handarbeit immer wieder beiseite gelegt.“ Erst der neue Handarbeitskreis brachte sie dazu, sie wieder hervorzuholen. Und vielleicht ziert die Decke ja dieses Jahr den Weihnachtstisch.

Während Neuigkeiten aus dem Dorf erzählt werden, klappern die Nadeln. Ingrid Baresch packt ihre Stickarbeit wieder weg und greift lieber zur Nähnadel. „Zurzeit nähe ich kleine Monster. In meinem Bekanntenkreis sind sie der Hit und als Geschenk überaus begehrt.“

Wer Lust hat, mit den Damen zu knüddeln und zu klönen, meldet sich unter Telefon 04234/942274.· nie

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