Anlieger sprechen über Ausbau der Straßen Brunnenweg/Tiefer Weg/Am Weserhang

Weder Auftragsvergabe noch Eigenregie bevorzugt

Viele Schlaglöcher weist die Straße Am Weserhang auf – was die Autofahrer offenbar nicht davon abhält, kräftig auf das Gaspedal zu drücken, hieß es in der Anliegerversammlung. ·
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Viele Schlaglöcher weist die Straße Am Weserhang auf – was die Autofahrer offenbar nicht davon abhält, kräftig auf das Gaspedal zu drücken, hieß es in der Anliegerversammlung. ·

Baden - Von Lisa Duncan. Eine neue Asphalt-Decke muss her: Dass ein Ausbau der Straßen Brunnenweg/Tiefer Weg/Am Weserhang unvermeidlich ist, darüber waren sich die Anwohner bei der Versammlung in der Aula der Grundschule Baden am Mittwochabend zumindest einig.

Nicht entschieden wurde hingegen, in welcher Form dies nun geschehen soll, ob in Eigenregie der Anlieger oder per Auftragsvergabe durch die Stadt Achim.

Bauamtsleiter Steffen Zorn informierte die etwa 30 anwesenden Anwohner über Vor- und Nachteile der beiden Alternativen. Der Initiator des Straßenausbaus, Anwohner Hans-Joachim Hillbrecht, hatte Zorn eingeladen, um die betroffenen Bürger zu informieren.

Die Stadt Achim stellt in dieser Hinsicht eine Besonderheit dar: Vor Jahren hat der Rat der Stadt beschlossen, dass ein Ausbau in Eigenregie möglich sei, sofern es sich nicht um einen Durchfahrtsweg handelt. Für die Straße Am Weserhang lässt sich dieser Beschluss anwenden, weil sie in einer Sackgasse endet. Andererseits herrscht öffentliches Interesse an der Ausbesserung der Straße, weil sie Teil des Weserradwanderweges ist.

Ein Argument für den Ausbau in Eigenregie wäre die schnellere und unbürokratischere Durchführung. Liegt der Ausbau in den Händen der Stadt, sei mit einem Ratsbeschluss im Jahr 2015/2016 zu rechnen, so Zorn. Auf der Prioritätenliste der Stadt nehme die Straße Am Weserhang keine der vorderen Plätze ein, erklärt Zorn auf Nachfrage. Als nächstes seien die Rotenburger Straße und das Paradiesviertel dran.

Sofern die Stadt den Ausbau an ein Planungsbüro vergibt, geschehe die Baumaßnahme nach dem Stand der Technik. Bei Bedarf könne auch ein Regenwasserkanal eingebaut werden. Doch Professionalität hat auch ihren Preis: 600 000 Euro inklusive Planungskosten gibt Zorn als grobe Schätzung an. 90 Prozent dieser Kosten tragen nach Abschluss des Ausbaus die Anwohner.

Bei der Eigenregie-Option müssten die Anwohner dagegen einen deutlich reduzierten Ausbaustandard in Kauf nehmen – könnten dafür aber wesentlich günstiger wegkommen. Zorn sprach von einer „Kosteneinsparung in der Größenordnung von mehreren 100 Prozent“. Auch wie die Kosten untereinander verteilt würden, könnten die Anlieger frei festlegen.

Der Pferdefuß, sofern die Anlieger selbst beim Ausbau tätig werden: Es fehlt die Anerkennung im Sinne der Erschließungs- und Straßenausbaubeitragssatzung. Ein guter Zustand der Straße bleibt weniger lange gewährleistet, es bestehe die Gefahr von Schäden durch nicht abfließendes Oberflächenwasser, erläutert Zorn.

Viel diskutiert wurde bei der Anliegerversammlung das Problem der Verkehrsberuhigung. Um Autos das Rasen zu erschweren, regte der Bauamtsleiter unterschiedliche Straßenbreiten an. Eine Lösung, die nicht überall auf offene Ohren stieß. So beschwerte sich ein Redner zwar über die Staubentwicklung vor seinem Haus, wollte aber lieber einen „befahrbaren“ Schotterweg einrichten und äußerte die Befürchtung: „Wenn da Asphalt drauf kommt, wird das eine Schnellstraße.“ Diesen Vorschlag lehnte Zorn aus technischen Gründen ab: „Sie können nicht Staub vermeiden wollen und gleichzeitig einen Schotterweg einrichten.“

Abschließend kündigte Anwohner Hans-Joachim Hillbrecht an, sich per E-Mail ein Stimmungsbild unter den Anliegern zu verschaffen.

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