Meister Adebar wieder in Holtorf eingetroffen / Rückkehrer nistet auf Straßenbaum und bereitet gemeinsames Nest vor

Er wartet schon sehnlich aufs Weibchen

In der Krone eines Baumes haben sich die Störche in Holtorf ihre Behausung geschaffen.

Holtorf (ha) · Das Zugverhalten der Vögel hat nichts mit dem harten oder milden Winter zu tun, sondern ist mit dem Sonnenstand zu erklären. Rechtzeitig zu den ersten Frühlingstagen ist daher auch der erste Storch auf seinem Baumhorst in Holtorf eingetroffen.

Dass Meister Adebar hier auf einem Straßenbaum sein Nest errichtet hat, ist eher ungewöhnlich. Meistens nisten Störche auf Gebäuden.

Bei dem Rückkehrer scheint es sich um den männlichen Vertreter des Holtorfer Paares zu handeln. Bald nach der Ankunft beginnt er schon mit der Ausbesserung des Nestes, das eine Art besonderes Kunstwerk ist. Die Grundlage bilden starke Reiser und Äste. Die Nestmulde wird mit Reisig, Schilf, Gras, Mist, Stroh, Lumpen, Papier, Federn und dergleichen ausgekleidet. Störche nehmen es dankbar an, wenn man ihnen Baustoffe solcher Art bereitlegt.

Vier Wochen kann es dauern, bis die Weibchen in den meisten Fällen zu dem Partner aus dem Vorjahr zurückkehren. Die Nester haben einen Durchmesser von über einem Meter. In Holtorf haben Störche Jahrzehnte lang auf einem Hausdach gebrütet, bis sie es vor einigen Jahren vorzogen, sich in der Krone eines Baumes ihre Behausung zu schaffen.

Die Brutzeit beträgt 28 bis 31 Tage, so dass Ende Mai bis Anfang Juni die Jungen schlüpfen könnten.

Der Weißstorch wird auch Klapperstorch genannt, weil er mit seinem Schnabel die für ihn typischen Klappergeräusche erzeugt. Dieses Schnabelklappern ist besonders dann zu beobachten, wenn sich Partner begrüßen. Weißstörche haben eine Lebenserwartung in freier Wildbahn von etwa 20 Jahren. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Regenwürmern, Lurchen, Kriechtieren, Fischen, Nagetieren und Maulwürfen. Hier bietet der Eyter-Bruch durchaus noch eine ausreichende Ernährungsgrundlage.

Etwa zwei Monate nach dem Schlüpfen verlassen die Jungen das Nest, werden aber noch weitere zwei bis drei Wochen von den Eltern versorgt. Mit etwa 70 Tagen sind Weißstörche selbständig. Ende August oder Anfang September fliegen sie wieder gen Süden in ihre Winterquartiere.

Im kommenden Frühjahr werden sie dann wieder in unserer Region und natürlich auch in Holtorf erwartet.

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