„Öffentlichkeitsarbeit als wichtiger Teil der kirchlichen Arbeit“ / Neujahrsempfang in der Kirchengemeinde Etelsen

Wahrhaftigkeit und Respekt

Der Pressetisch mit den Zeitungsartikeln über die Arbeit der Etelser Kirche fand große Beachtung.

Etelsen - (kno) · Trotz gut zehn Zentimeter Neuschnee am vergangenen Sonntagmorgen hatten zahlreiche Gäste den Weg zum traditionellen Neujahrsempfang in die gut gefüllte Etelser Kirche „Zum Guten Hirten“ gefunden. Nicht ganz unbeteiligt daran dürfte das Motto des Empfanges gewesen sein.

Das Thema „ 20 Jahre Gemeindebrief Etelsen - Kirche und Öffentlichkeitsarbeit“ erwies sich als Volltreffer mit interessante Gesprächen und Diskussionen. Unter der Leitung von Pastor Martin Beckmann entwickelte sich somit ein kurzweiliger Neujahrsempfang im Vierklang Andacht, Begegnungen, Gespräche und Musik, der bei allen sehr gut ankam.

Mit von der Partie war auch Pastorin Sonja Domröse als Gastpredigerin, ihres Zeichens Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Stade sowie das Saxophon Quintett „Saxallerlei“ mit Harald Klocke, das für das musikalische Wohlbefinden während des gesamten Neujahrsempfanges sorgte.

In seinen einführenden Worten machte Etelsens Pastor unmissverständlich die Bedeutung von aktiver Öffentlichkeitsarbeit für die Kirchengemeinde deutlich. „Nur worüber man redet, wird richtig wahrgenommen“, so Beckmann, und beschrieb die Öffentlichkeitsarbeit in seiner Kirche als auf vier Säulen ruhend: Zum ersten natürlich die gesprochene und gelebte Verkündung von kirchlichen Positionen und Werten, wie zum Beispiel in der Predigt, zum zweiten der klassische Gemeindebrief, der in Etelsen just sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Die dritte Säule stellt die aktive Pressearbeit dar, während die vierte Säule die aktuelle und informative Homepage der Kirche im Internet darstellt.

Pastorin und Medienprofi Sonja Domröse setzte sich in ihrer Gastpredigt durchaus kritisch mit dem Thema „Kirche und Öffentlichkeitsarbeit“ auseinander. Natürlich bejahte auch sie grundsätzlich eine aktive öffentliche Präsenz, aber eben nicht um jeden Preis. „Nicht immer nur diejenigen, die besonders lautstark von sich reden machen, haben es verdient, in der Öffentlichkeit wahr genommen zu werden“, so die symphatische Stader Pastorin.

Während derzeit im Fernsehen intimste Dinge aus der Privatsphäre ohne Rücksicht auf die Würde eines Menschen einem Millionenpublikum als seichte Unterhaltung vorgesetzt werden, müssten kirchliche Medien, so Domröse, „mit engagierten Redakteuren auch ein Forum sein, in dem sich kritische Zeitgenossen mit sperrigen Themen äußern können, über die man sonst nicht allzu viel hört.“

Glaubwürdige christliche Kommunikation hat mit Wahrhaftigkeit und Respekt zu tun, so Domröse, und genau das könne eben auch bedeuten, dass man nicht immer fertige Antworten zu allen Fragen des menschlichen Lebens parat hat.

Hinzu kommt, „dass wer sich mit seiner Arbeit in den Fokus der Öffentlichkeit begibt, sich auch deren Kritik aussetzt und das ist auch gut so, es muss nur klar sein, dass die Kirche in ihrem Wirken und Handeln nur Gott gegenüber in der Verantwortung steht, nicht irgendeiner Öffentlichkeit oder den Medien“, so Domröse.

Im Anschluss daran bedankte sich Pastor Beckmann bei allen freiwilligen Helfern in der Kirchengemeinde, die eine funktionierende Kirche mit ihren vielfältigen Angeboten erst möglich machten. Zugleich verabschiedete er namentlich Mitarbeiter der Kirche, die zum Jahresende aus der aktiven kirchlichen Mitarbeit ausgeschieden waren und begrüßte ebenfalls namentlich neue Mitarbeiter, die sich fortan in den Dienst der Gemeinde stellen.

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