Mattfeldt holt mit einem halben Prozentpunkt mehr den Wahlkreis / Stünker: 682 Stimmen weniger

Wahlabend wurde zum Krimi

Siegerpose am Ende des langen Wahlabends: Andreas Mattfeldt mit Tochter und Anhängern im Völkerser Gasthaus Zur Post.

Verden (kle) - Für die beiden aussichtsreichen Direktkandidaten im Wahlkreis 35 Osterholz-Verden, Joachim Stünker ( SPD ) und Andreas Mattfeldt ( CDU ), wurde der Wahlabend zu einem nervenzerreißenden Krimi.

Nach den ersten Ergebnissen erschien Mattfeldt schon als klarer Sieger. Je mehr Stimmbezirke aber ausgezählt wurden, desto weiter verschob sich das Bild, so dass auch der Sozialdemokrat zeitweise vorne lag. Am Ende konnte aber Mattfeldt dann doch 682 von 143 235 gültigen Erststimmen mehr für sich verbuchen.

Die Spannung hielt sich, bis in Achim der letzte der 35 Stimmbezirke im Wahlkreis ausgezählt war. Und dann konnte Mattfeldt, der im neugebildeten Wahlkreis 35 Verden/Osterholz erstmals angetreten war, aufatmen. Mit 37,05 Prozent der Erststimmen setzte sich der Langwedeler Bürgermeister durch. SPD-Kandidat Joachim Stünker wird sein Abgeordnetenbüro in der Bundeshauptstadt nach drei Legislaturperioden verlassen müssen. Er unterlag mit 36,57 Prozent der Stimmen.

Trost für Joachim Stünker in der Stunde der Niederlage.

Bei den Zweitstimmen fiel das Ergebnis schon etwas klarer zugunsten der Christdemokraten aus: Mit 31,98 Prozent der Stimmen lag die CDU knapp drei Prozentpunkte vor den sozialdemokratischen Kontrahenten. Die mussten allerdings mit einem Stimmenanteil von 29,24 Prozent herbe Verluste gegenüber dem rechnerischen Ergebnis von vor vier Jahren von 43,44 Prozent hinnehmen. Ihr Kandidat Joachim Stünker schnitt als einziger linker Kandidat mit realistischer Chance, ein Direktmandat erringen zu können, deutlich besser ab. Der Bundestrend, der nicht zugunsten der SPD lief, forderte aber auch von ihm Opfer: Das aus den Zahlen der damaligen Wahlkreiszuschnitte errechnete Vergleichsergebnis der zurückliegenden Wahl war mit 48,2 Prozent der Stimmen deutlich höher.

Nicht so klar profitierten Liberale, Grüne und Linke im Wahlkreis von der Stimmung der Wähler wie in der gesamten Bundesrepublik. Dennoch erzielte die FDP mit 12,46 Prozent der Stimmen ein achtbares Ergebnis in Verden-Osterholz, konnte sich aber nicht so deutlich von den Grünen absetzen, die sich mit 11,87 Prozent der Zweitstimmen noch knapp hinter ihnen platzieren konnten. Ihr eigentlich chancenloser Direkt-Kandidat, Heiner Haase, erzielte mit 8,7 Prozent der Erststimmen immerhin einen Achtungserfolg und das beste Ergebnis der Kandidaten der drei Parteien.

Gar nicht im Bundestrend, aber auch nicht überraschend folgt die Linke im Wahlkreis als fünftstärkste Partei mit knapp 9,63 Prozent der Zweitstimmen. Ihr Direktkandidat Herbert Behrens konnte da nicht ganz mithalten und landete mit 106 Stimmen weniger als Heiner Haase bei 8,52 Prozent.

Damit war für Behrens der Traum vom Bundestagsmandat aber nicht ausgeträumt. Mit seinem Listenplatz 6 auf der Landesliste, so hatte der Linke gestern Abend berichtet, werde er nach dem guten Ergebnis seiner Partei auf Bundesebene in den neuen Bundestag einziehen.

FDP -Kandidat Tim Schardelmann wäre mit seinem Anteil von 7,53 Prozent der Erststimmen das Schlusslicht der Direktkandidaten, hätte nicht die NPD Dr. Rigolf Hennig aufgestellt. Der verschwindet mit 1,7 Prozent der Stimmen in der Bedeutungslosigkeit.

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