Kreisveterinärin Dr. Sabine Heuer lobt Circus Arena für Umgang mit Vierbeinern

Vorbildliche Tierhaltung

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„Der Zirkus lebt von seinen Tieren. Sie sind unser Kapital“, sagt Georg Frank. ·

Verden - Die Tierhaltung im Zirkus ist ein Thema, das immer mal wieder Anlass zu Kritik gibt. Nicht so beim Circus Arena, der noch bis einschließlich Sonntag auf dem Warwickplatz bei der Kreisverwaltung gastiert.

Kreisveterinärin Dr. Sabine Heuer hat dem Familienunternehmern – wie zuvor schon viele ihrer Kollegen – eine beispielhafte Tierhaltung bescheinigt.

Die Veterinärin hatte dem Zirkus ihren Kontrollbesuch nicht angekündigt. Ihr erster Weg führte sie daher ins Büro, wo sie sich die Bücher zeigen ließ. „Tierarztbesuche, Bestandsregister oder Impfungen, alles war sauber und vor allem komplett dokumentiert“, lobte Heuer. Der positive Eindruck habe sich auch bei der Kontrolle der Tiere und deren Unterbringung fortgesetzt: „Die Stallzelte wie sämtliche Außengehege sind tipptopp in Ordnung. Es wird großzügig eingestreut, und alles ist sehr sauber.“

Kamelen, Pferden und Ziegen stünden ausreichend große Ausläufe zur Verfügung. Die Tiere wirkten entspannt und ihr Ernährungszustand sei ausgezeichnet, hieß es weiter. Der Blick hinter die Stallkulissen habe keinerlei Grund für Beanstandungen gegeben und im Gespräch habe sich Zirkusdirektor Georg Frank sehr offen und kompetent gezeigt.

An jedem Auftrittsort, den der Circus Arena ansteuert, werden die Amtstierärzte aktiv und nehmen die Haltung und den Zustand der Tiere in Augenschein. Zu Recht, findet Frank, der in Sachen Tierhaltung und Pflege über die gesetzlichen Vorschriften hinausgeht.

Seit Generationen macht die Familie schon in Zirkus. Den Manegenbetrieb bestreiten ausschließlich Familienmitglieder, 15 an der Zahl. Hinzu kommen drei Mitarbeiter, die beim Aufbau helfen oder sich um die Tiere kümmern.

Georg Frank und seine Söhne Henry und Markus haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen nicht nur beim Programm auf Qualität. Das spürt der Besucher bereits beim Betreten des Geländes: Alles ist sehr gepflegt und die Zelte und Wohnwagen sind super in Schuss. „Das erwarten die Besucher“, sagt Frank senior, der mit seinem Zirkus ganzjährig Auftritte absolviert. In den vergangenen Jahren hat sich Frank daher von einigen Tiergattungen verabschiedet. „Früher hatten wir Raub- und Wildtiere aller Art. Doch Affen, Tiger, Elefanten oder gar Bären wird es im Circus Arena nicht mehr geben. Wir haben eingesehen, dass die Haltung aufgrund der hohen Auflagen zu schwierig oder gar nicht mehr machbar ist.“ Ganz auf Tiere verzichten möchte und wird man im Circus Arena allerdings nicht. „Der Zirkus lebt von seinen Tieren. Sie sind unser Kapital. Ohne sie wären wir kein Zirkus mehr, sondern Varieté“, so der Chef. Als schwierig, wenn nicht sogar als nicht realisierbar sieht Frank die Forderung von Tierschützern nach einem Haltungsverbot von Wildtieren im Zirkus. „Viele dieser Tiere leben teils bereits seit Jahren in den Zirkussen. Man wird sie kaum in andere Tiergruppen, beispielsweise in Zoos, integrieren können. Man sollte nur keine neuen Tiere mehr anschaffen.“

Vorstellungen: Freitag, 3. Mai, 17 Uhr, Sonnabend, 4. Mai, 15 und 18 Uhr, Sonntag 5. Mai, 11 und 15 Uhr. · nie

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