Badener DRK feiert 50. Geburtstag / Gründung nach schwerem Unfall im Ort

Vorbild für Bürger-Selbsthilfe

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Etliche Geehrte auf der Jubiläumsfeier des DRK Baden sind schon seit 50 Jahren dabei – also von Anfang an. Mit ihnen freuen sich hier Bereitschaftsführerin Elke Siemt (links), Ortsvereinsvorsitzender Harald Schlottmann (Zweiter von rechts) und Rotkreuz-Kreisverbandsvorsitzender Werner Jahn (rechts).

Baden - Als vorbildliches Beispiel für „spontane Selbsthilfe aktiver Bürger“ würdigte DRK-Kreisverbandsvorsitzender Werner Jahn die Gründungsgeschichte des Badener Roten Kreuzes. Am Donnerstagabend war er Gast der großen Feier zum 50-jährigen Bestehen dieses Ortsvereins im Lokal „Zur Alten Wasserburg“.

Ein schwerer Unfall zur Jahreswende 1962/63 gab den Anstoß zur Gründung. Es gab damals mehrere Verletzte und viele Zuschauer, aber niemand konnte richtig helfen, erinnern sich Zeitzeugen. „Wir müssen jetzt was tun“, habe Hermann Ellmers danach beim Treffen in dessen Hause gedrängt, berichtet Adolf Pahl, der mit an dem Fahrrad-Unfall beteiligt war.

48 Mitglieder wurden dann auf der Gründungsversammlung des DRK-Ortsvereins Baden am 30. Mai 1963 in der „Alten Wasserburg“ verzeichnet. 23 davon erklärten sich zur aktiven Mitarbeit bereit, wobei es zunächst um den Aufbau einer Sanitätsgruppe ging. Erster DRK-Vorsitzender wurde Peter Kuhlmann, zweiter Vorsitzender Hermann Ellmers, und Dr. Kurt Kossow stand dem neuen Verein als Bereitschaftsarzt zur Verfügung.

Die Badener DRK-Geschichte von den Anfängen vor 50 Jahren bis zur Gegenwart ließen der jetzige Vorsitzende Harald Schlottmann und Bereitschaftsführerin Elke Siemt vor zahlreichen Gästen der Feier abwechselnd Revue passieren. Elke Siemt ist in dem Amt Nachfolgerin ihrer kürzlich verstorbenen Mutter Ingeborg Gillmann, einem DRK-„Urgestein“.

Der Rückblick reichte von der früheren Unterkunft in der Volksschule und dem ab 1967 als Kübelwagen genutzten, ausgedienten Bundeswehrfahrzeug bis zur Gründung der DRK-Jugendgruppe 1969, der mit Badener Beteiligung gegründeten DRK-Wasserwacht am Oyter See und dem Einzug ins eigene Domizil an der Bahnhofstraße 1976.

Die Leistungen wurden ständig ausgebaut, wobei Retterausbildung des Nachwuchses, Blutspendedienst und der Bereich Seniorenbetreuung neben Sanitätsdiensten bei Großveranstaltungen besondere Schwerpunkte bilden. „Im Verlauf von 50 Jahren ist das DRK in Baden eine Organisation geworden, die sowohl in der Bevölkerung als auch im Vereinsleben ihren Platz gefunden hat“, stellten nicht nur die beiden Vorstandsmitglieder fest. Von anfangs 48 hat sich die Mitgliederzahl auf heute 440 erhöht.

Sabine Liberra vom Jugendrotkreuz, Jörg Bergmann von der Wasserwacht und Jana Siemt von der Mutter-Kind-Gruppe „Laufzwerge“ stellten jeweils ihre Arbeitsbereiche kurz vor.

Vertreter von Feuerwehr und Schützenverein, Christian Petritzki für den Ortsausschuss Baden und die Stadt Achim sowie Manfred Huhs als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine wünschten dem DRK-Ortsverein anschließend in kurzen Grußworten alles Gute für die Zukunft und bedankten sich für den bisherigen Einsatz des Vereins im Dienste der Mitbürger.

Nach den Ehrungen rundete ein Festessen mit angeregten Gesprächen die 50-Jahr-Feier ab. · la

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