Neue Sporthalle auf dem Gelände Achtern Hoff / Modernste Technik / 1,5 Millionen Euro Baukosten

Viel Beifall für die Waller Lösung

Mit vereinten Kräften: Walles Ortsbürgermeister Friedel Plenge (rechts) und Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann legten unter den Augen der Waller Grundschüler den Grundstein für den Bau der Sporthalle.

Verden-Walle - (mw) n Kindermund tut Wahrheit kund, heißt es, und danach dürfen sich die Waller kräftig freuen. Gestern wurde in der Ortschaft der Grundstein für die neue Turnhalle gelegt: „Das wird die schönste Halle bei uns in Walle sein“, besang der Schulchor der Grundschule mit Inbrunst das feierliche Ereignis.

In den Reihen der Gäste aus Verwaltung, Politik und Schule herrschte ebenfalls eitel Sonnenschein. Ortsbürgermeister Friedel Plenge brachte seine Freude über den Baubeginn zum Ausdruck. Immerhin habe es vom ersten Antrag bis hin zum Baubeginn fast fünf Jahre gedauert. So mancher politische Streit über Kosten, Größe und Gestaltung musste ausgefochten werden. Doch Schwamm drüber: „Wir sind dabei immer fair miteinander umgegangen“, bedankte sich Plenge. Gleichzeitig sei er sicher, dass auch die größten Pessimisten nach der Fertigstellung in den Chor der Befürworter einstimmen werden: „Walle bekommt eine schöne Halle.“

Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann zählt sich schon jetzt dazu. Unter den Augen des schulischen Nachwuchses verwies er auf die verbesserten Bedingungen für den Sportunterricht. Aber nicht nur die Schulkinder werden am Vormittag davon profitieren. Den Aktiven des TSV Walle, darunter Handballer, Fußballer und diverse andere Sporttreibende, steht die Halle in den Nachmittagsstunden zur Verfügung. „Das ist die so genannte Waller Lösung“, formulierte Brockmann. Damit die Gleichung aufgeht, muss der Verein aber eine Kröte schlucken und sich an den Betriebskosten des Gebäudes beteiligen.

Die Rechnung dürfte sich aber, glaubt man den Verantwortlichen, im Rahmen halten. Denn die Bauherren haben sozusagen in die Zukunft geblickt. „Gebaut wird nach den Energiestandards 2012/2013“, wusste Georg Rolink, zuständig für den Bereich Gebäudewirtschaft bei der Stadt Verden. Alle Wände werden in Holzrahmenbauweise mit optimaler Wärmedämmung hochgezogen. In den Mauern der Geräteräume stecken Strohballen. Für Schutz gegen Tritte oder Kollisionen mit schweren Turngeräten sorgen verstärkte USB-Platten.

Die weiteren technischen Daten lesen sich wie aus einer Werbebroschüre: Eine Solaranlage kümmert sich um die Erwärmung des Wasser, geheizt wird mit Erdwärme, bei Bedarf hilft in Spitzenzeiten ein Gasbrennwertkessel aus. Auf dem Dach sammelt eine Photovoltaikanlage, in Kooperation mit den Stadtwerken, zusätzliche Energie.

Billig wird der Neubau mit einer Grundfläche von zirka 1450 Quadratmetern auf dem Gelände an der Straße Achtern Hoff allerdings nicht. Knapp 1,5 Millionen Euro hat die Stadt dafür im Haushalt bereit gestellt.

„Das Geld ist gut angelegt“, betonte Kirsten Förstmann vom TSV Walle. Sie sieht es als Investition in die Zukunft der kleinen Ortschaft: „Die Kinder können endlich hier im Ort Sport treiben.“ Ganz besonders wichtig für den Verein: Das Spielfeld misst 20 mal 40 Meter. „Die Größe ist daher auch für Punktspiele geeignet“, freute sich Handballerin Kirsten Förstmann. Läuft alles nach Plan, dürfte die erste Partie im Juni des kommenden Jahres angepfiffen werden.

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