US-Musiker in den „Katakomben“ / „Songs & Whispers“ läuft immer besser

Verträumt-Rockiges mit Lob für Kreisel-Weihnachtsbaum

Aus Portland/Oregon kommt Poeina Suddarth. Sie bestritt mit ihren „Lucid Dreamers“ und Singer-Songwriter Ethan Goodman aus Los Angeles das Jahresabschlusskonzert der Reihe „Songs & Whispers“ in den „Katakomben“. ·
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Aus Portland/Oregon kommt Poeina Suddarth. Sie bestritt mit ihren „Lucid Dreamers“ und Singer-Songwriter Ethan Goodman aus Los Angeles das Jahresabschlusskonzert der Reihe „Songs & Whispers“ in den „Katakomben“. ·

Achim - „Damals saßen hier immer nur fünf bis sieben Leute“, erinnert sich Oliver Benkel, Chef des Achimer Musikkeller-Lokals „Katakomben“, an die Frühzeit der „Songs & Whispers“(S&W)-Konzertreihe. Inzwischen hat es sich offenbar herumgesprochen, dass an den betreffenden Abenden „nicht 0815, sondern Spitzenmusik in Achim geboten wird“.

So drückte es einer der Besucher jetzt beim letzten „Songs & Whispers“ des Jahres 2013 aus. Ethan Goodman aus Los Angeles und „Poeina Suddarth & The Lucid Dreamers“ aus Portland präsentierten dabei in der gut gefüllten Kneipe nicht nur Verträumt-Stimmungsvolles, sondern gingen auch mal indierockmäßig in die Vollen. Statt der üblichen Gitarre spielte in der Begleitband die „gestopfte“, manchmal jazzige Trompete eine hervorragende Rolle. Nicht zu vergessen die Streicher-Begleitung neben den Drums.

Erst nur sieben, jetzt

über 20 Auftrittsstätten

Poeina Suddarth fauchte und flehte nicht nur in einer Weise, die schon Vergleiche mit Janis Joplin und Billie Holiday hervorrief, sondern schlug hier und da sogar operettenhafte Töne an.

Die Liebe in allen Facetten durchlebte und durchlitt sie von „What is Love?“ über „Will it ever really change?“ bis zur Antwort „Love is Blindness“. Doch auch der „Burning Bush in Georgia“ kam zur Sprache. Leicht zugänglich war das Ganze auch von der musikalischen Begleitung her nicht immer, aber auf jeden Fall perfekt und interessant dargeboten.

Das Publikum forderte Zugaben und bekam nicht nur die, sondern auch Komplimente von den Musikern. Sie hätten viel Spaß auf ihrer S&W- Tour durch Norddeutschland, betonte Poeina Suddarth, und der aus Seattle stammende Trompeter war vom Weihnachtsbaum am Kreisel vor den „Katakomben“ ausgesprochen begeistert. Im übrigen sei es schön, dass hierzulande die Leute wirklich zuhörten bei solchen Auftritten in Lokalen. In den Vereinigten Staaten scheint das demnach weniger der Fall zu sein.

Oliver Benkel versicherte auf Nachfrage, dass es natürlich auch im neuen Jahr S&W-Konzerte in den „Katakomben“ gebe. Allerdings würden diese „auch mal mittigs im Monat“ und nicht wie bisher jeweils am letzten Sonntag stattfinden.

Diese Verschiebung sei nötig, weil sich die Veranstaltungsorte seit den Anfängen dieser Konzertreihe 2009 auf mittlerweile über 20 in Bremen und Umgebung erhöht hätten. Das sei zwar ein Erfolg, aber erfordere Umorganisation bei Terminen.

Etwas stolz ist der „Katakomben“-Wirt auf jeden Fall darauf, dass er zu den „ersten Sieben“ gehörte, die 2009 bei „Songs &Whispers“ einstiegen. Damals war es noch einfacher mit den Terminen. Die Künstler traten eben an jedem Wochentag an einem der Veranstaltungsorte auf.

Das Ambiente im Achimer „Keller“ gefiel vielen Musikern besonders, und zu einigen hält Benkel nach wie vor regelmäßig per E-Mail Kontakt. · la

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