Trauernde Kinder haben es zusammen mit Günter Klein künstlerisch beantwortet und Kalender gestaltet

„Wo ist der Verstorbene jetzt?“

Bildermeer für den Trauerland-Kalender. Lisa, Greta und der Badener Künstler Günter Klein freuen sich, dass alle Zeichnungen im Kalender veröffentlicht worden sind.
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Bildermeer für den Trauerland-Kalender. Lisa, Greta und der Badener Künstler Günter Klein freuen sich, dass alle Zeichnungen im Kalender veröffentlicht worden sind.

Achim - ACHIM/BREMEN · Lisa und Greta sind mächtig stolz: Ihre Zeichnungen sind im Trauerland-Postkartenkalender 2011 abgedruckt. Dies sei „schön“, findet Lisa. Die 14-Jährige hat ihr Bild genauso wie ihre zehnjährige Schwester im März bei einem Trauerland-Malworkshop mit dem Achimer Künstler Günter Klein gemalt.

Dort sind zur Frage „Wo ist der Verstorbene jetzt?“ auch die meisten Bilder für den Kalender entstanden. „Für die Kinder ist es eine tolle Sache, dass ihre Werke, in denen sich eine große Vorstellungskraft widerspiegelt, veröffentlicht werden“, sagt Günter Klein, während er im Kalender blättert. Er schaut sich die zarten, kräftigen, farbenfrohen und stillen Bilder an, die alle als Postkarten verschickt werden können.

„Jedes hat etwas ganz Besonderes“, betont er, als er die letzte Seite umschlägt.

Neben der genannten Frage ist das Verbindende, dass alle Zeichnungen von Kindern aus den Trauerland-Gruppen stammen. Bei allen ist ein nahestehender Mensch gestorben – auch bei Lisa und Greta. Sie kommen in die Gruppen, weil ihr Vater tot ist. Greta hat eine Idee, wo er jetzt sein könnte. Auf ihrem Bild sind eine Sonne, das Meer und zwei Menschen zu sehen. Dazu schreibt sie: „Ich schwimme im Meer. Die verstorbene Person sitzt auf der untergehenden Sonne.“

Dies ist nicht das einzige Zitat, das auf den Rückseiten der Postkarten zu lesen ist. Wie Greta haben die meisten Kinder mit ein paar Worten ihr Werk beschrieben.

Dass die Zeichnungen von Lisa, Greta und den anderen Kindern veröffentlicht werden konnten, ist dank der finanziellen Hilfe der Oldenburgischen Landesbank und „Aktion Hilfe

für Kinder e. V.“ möglich gewesen, hebt Trauerland-Geschäftsführer Herbert Brandt hervor.

Rolf Rohloff, Vorstandsvorsitzender

der „Aktion Hilfe für Kinder e. V.“: „Der Kalender verdeutlicht in seinen bunten, von Kinderhand gemalten Bildern, wie groß die Unterschiede in der Verarbeitung der Trauer sein können und welchen Stellenwert eine professionelle Betreuung hat.“

„Wir möchten uns bei den Projektpartnern ganz herzlich für die Unterstützung bedanken.

Für Trauerland-Geschäftsfüjhrer Herbert Brandt ist der Kalender „ein wunderschönes Präsent, das auch Firmen als Weihnachtsgeschenk an ihre Kunden weitergeben könnten“.

Den Kunstkalender der trauernden Kinder können Sie für 9,90 Euro bekommen beim Achimer Kreisblatt und bei allen Geschäftsstellen der Mediengruppe Kreiszeitung.

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