Versorgung der Flüchtlinge eine Herausforderung für das Team vom Hesterberg

Fladenbrot und Yoghurt auf dem Speisezettel

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Diesmal stehen beim Küchenteam Gemüsefrikadellen auf dem Speiseplan.

Dörverden - Das Küchenteam in der kreiseigenen Pflegeeinrichtung „Haus am Hesterberg“ in Dörverden erlebt zurzeit stressige Tage. Seit Wochen sind Küchenmeister Andre Schmidt und seine Mitarbeiter zuständig für die Versorgung von 200 Flüchtlingen in der Sammelunterkunft in der Turnhalle der BBS Verden. „Ein Knochenjob, den alle dennoch wie selbstverständlich machen“, loben die Verantwortlichen.

Mehrarbeit ist die neue Aufgabe schon, da die Versorgung der Flüchtlinge mit täglich drei Mahlzeiten das Küchenteam immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Die Sammelunterkunft muss schließlich neben dem Tagesgeschäft laufen.

„Die Flüchtlinge essen zu jeder Mahlzeit Brot, das ist in ihren Heimatländern so üblich. Es wird daher auch immer als Beilage zum Mittagessen verteilt“, berichtet Einrichtungsleiterin Elke Lindhof. Die Kisten einer Bremer Bäckerei stapeln sich, die Tagesration an Fladenbroten sei 150 Stück, berichtet Lindhof.

Diesmal stehen Gemüsefrikadellen auf dem Speiseplan und als Nachtisch Naturjoghurt und Obst. „Das Angebot an Mahlzeiten nehmen fast alle untergebrachten Menschen wahr“, sagt Lindhof. Neun Küchenkräfte, zwei wurden zusätzlich eingestellt, schaffen es, unter Federführung von Küchenmeister André Schmidt an sieben Tagen in der Woche für die Migranten zu sorgen.

Lindhof und Schmidt sagen, dass die Großküche im Haus am Hesterberg zwar überaus leistungsfähig sei, doch jetzt seien die Kapazitäten ausgeschöpft. „Mehr geht nicht. Der Mehrbedarf ist schon enorm, weil das normale Tagesgeschäft mit 280 warmen Mahlzeiten für die Einrichtungsbewohner in Dörverden und Thedinghausen, für Kindergärten und Schulen sowie für „Essen auf Rädern“ ja weiter läuft.“

Für die Flüchtlinge gehe es nicht nur um Mittagessen, sondern um eine Komplettversorgung mit Brot zum Frühstück, einer warmen Mahlzeit am Mittag sowie Brot und Salat am Abend. Lindhof, Schmidt und Hauswirtschaftsleiterin Nina Urbach betonen, dass sich das Küchenteam große Mühe gibt, um auch noch den besonderen Bedürfnissen der Menschen aus anderen Kulturkreisen gerecht zu werden. Beispielsweise komme bei den Flüchtlingen kein Schweinefleisch auf den Tisch – auch nicht als Wurst.

„Wir bereiten alle Fleischgerichte aus Geflügel oder Rind zu“, so Schmidt. Zwar könnten längst nicht alle Besonderheiten der jeweiligen Kulturkreise berücksichtigt werden, aber was getan werden könne, werde getan. Das Essen sei ein Lernprozess für beide Seiten, sagt Schmidt.

Auch die Lieferanten müssten sich den neuen Gegebenheiten erst anpassen. „Brokkoli oder Kohlsorten werden nicht so gerne gegessen und mit Ausnahme von Naturjoghurt sind auch Milchprodukte nicht sonderlich gefragt. Rohes Gemüse, Auberginen, Gurken oder Zucchini sowie Obst, vor allem Bananen, sind dagegen sehr beliebt.

Dass es den Menschen in der Sammelunterkunft hinsichtlich ihrer Ernährung an nichts fehlt, ist für die Verantwortlichen auch eine logistische Herausforderung. So muss Schmidt mehrmals wöchentlich Lebensmittel bestellen und fast täglich fährt ein Lieferwagen voll gepackt mit Lebensmitteln beim Haus am Hesterberg vor. „Unsere Lagerkapazitäten sind begrenzt und angesichts der derzeitig benötigten Mengen restlos erschöpft“, erzählen die Verantwortlichen.

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