Die Waldheim-Werkstätten bieten 180 behinderten Menschen verschiedenste Beschäftigungen

Von Verpacken bis Möbelbau

SPD-Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil (rechts stehend neben Waldheim-Stiftungsvorstand Dieter Haase) informierte sich über die Arbeit in der Bierdener Behindertenwerkstatt.

Achim - ACHIM (mb) · Behinderte Menschen, die kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten, finden doch Beschäftigung, eben in den Werkstätten der Cluvenhagener Stiftung Waldheim in Bierden, Oyten und anderswo. Der Rotenburger SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil und die Achimer SPD informierten sich jetzt näher.

Dieter Haase, Vorstandssprecher der Stiftung Waldheim, Carl-Georg Issing, ebenfalls Stiftungsvorstand, und Werkstattleiter Marcus Scherge berichteten, dass sie etwa 180 behinderten Menschen Beschäftigung bieten in der Bierdener Werkstatt mit 120 Arbeitsplätzen, in der neu aufgemachten Oytener Werkstatt mit mehr als 30 Plätzen, im Clüver-Cafe in Achim-Mitte und in Firmen.

Oft verpacken die Männer und Frauen Waren von Honig über Tierfutter bis Trockengestecke. Walkingstöcke für ein Stuhrer Campingzentrum gehen durch ihre Hände.

Sie montieren Werkzeuge zusammen, zimmern aber auch unter dem Einsatz computergesteuerter Maschinen Möbel zusammen. Für das Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt in Achim oder auch Schulen und Kindergärten haben sie so schon ihre handwerklichen Fähigkeiten eingesetzt.

Nicht nur das: Wenn der Bauhof der Stadt feststellt, dass Spielgeräte auf städtischen Spielplätzen nicht in Ordnung sind, dann werden sie vom Team in den Waldheim-Werkstätten repariert, gestrichen und auf Vordermann gebracht. Auch bei den Regenrückhaltebecken in der Weserstadt legen Waldheim-Mitarbeiter Hand an, wenn es gilt, zu mähen, Abfall zu beseitigen und Abflüsse freizumachen.

Behinderte aus Achim, Thedinghausen, Ottersberg, Oyten, Langwedel und selbst Kirchlinteln, Dörverden und Delmenhorst bekommen so einen sinnvollen strukturierten Tagesablauf unter Anleitung von 30 handwerklich und pädagogisch erfahrenen Mitarbeitern.

Eins bringt Vorstandssprecher Dieter Haase allerdings immer wieder in Rage: Wenn Politiker verschiedener Couleur oder auch Leute der Bundesagentur für Arbeit der Behinderteneinrichtung vorhalten, zu wenige Menschen wieder auf den ersten Arbeitsmarkt zu bringen und womöglich noch Arbeitskräfte für billig bezahlte Arbeit auszunutzen.

Der Vorstandssprecher unterstrich gegenüber dem SPD-Bundestagsabgeordneten Klingbeil, man beschäftige sich schließlich nur mit behinderten Menschen, die schon trostlose Bildungs- und Ausbildungs-Karrieren hinter sich hätten und bei denen diverse Eingliederungs- und Beschäftigungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit schon bereits fehlgeschlagen seien. Solche Vorwürfe entbehrten somit der Realität und seien unfair.

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