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Flüchtlinge kommen in Verden an: Zwei Hotels werden zu Notunterkünften

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Einst Disco, jetzt Notunterkunft: Die Johanniter haben das Gästehaus des Niedersachsenhofs übernommen.
Einst Disco, jetzt Notunterkunft: Die Johanniter haben das Gästehaus des Niedersachsenhofs übernommen. © Johanniter Verden

Ärztlicher Rat, sprachliche Unterstützung , eine Unterkunft, wenn die Flüchtlinge aus der Ukraine ankommen, ist strukturierte Hilfe gefragt. Die Verdener Johanniter kümmern sich, richten das Gästehaus des Niedersachsenhofs und das Hotel Maske dafür her.....

Verden – In der Stadt Verden werden zwei Hotels zu Unterkünften für geflüchtete Menschen aus der Ukraine umfunktioniert, zumindest vorübergehend. Wie die Verdener Johanniter mitteilen, betreiben sie seit Montag eine Notunterkunft im Gästehaus des Niedersachsenhofes an der Gibraltarstraße. In den nächsten Tagen wollen sie darüber hinaus das Hotel Maske in Hönisch für die Unterbringung Geflüchteter übernehmen.

Für das Gästehaus des Niedersachsenhofes habe das Team des Hotels auch die Verpflegung übernommen. „Wir sind sehr froh, das Haus als Notunterkunft nutzen zu können“, betonen Tanja Blimke und Andreas Laspe von den Johannitern. Sie sind dabei, Grundstruktur in die Einrichtung zu bringen, Arztscheine zu beantragen und Dolmetscher zu gewinnen. Nebenan läuft die Waschmaschine, eine Ukrainerin schaut durch die Tür – noch 38 Minuten dauert der Waschgang. Dann sind die nächsten dran.

Flüchtlinge aus der Ukraine: 50 Personen, überwiegend Frauen mit Kindern

Knapp 30 Zimmer hat das Haus, in einigen wurden Betten für die Kinder hinzugestellt. „Auch der psychiatrische Dienst kommt regelmäßig vorbei, um seine Unterstützung anzubieten“, erklärt Blimke. Momentan seien rund 50 Personen in dem Hotel untergebracht. „Es sind ausschließlich Frauen mit ihren Kindern sowie Jugendliche bis 18 Jahre“, sagt sie.

Ihr Blick fällt auf ein Zimmer, in dem sich Kartons bis an die Decke stapeln. „Das sind Kleiderspenden, die Bürger hier spontan vorbei gebracht haben.“ Leider sei es viel zu viel und man könne nichts mehr annehmen. „Wir werden Kontakt mit der Caritas und dem Mehrgenerationshaus aufnehmen. Vielleicht nehmen sie uns einige Kartons ab.“ Was gebraucht werde, seien Dolmetscher und eventuell Personen, die Lust haben, den Ukrainerinnen Grundkenntnisse in der Deutschen Sprache zu vermitteln.

Rund 50 Menschen, darunter viele Kinder, sind bereits an der Gibraltarstraße untergekommen.
Rund 50 Menschen, darunter viele Kinder, sind bereits an der Gibraltarstraße untergekommen. © Baumann

Keine Kleiderspenden mehr abgeben

In den nächsten Tagen wolle man das Hotel Maske zur Notunterkunft umfunktionieren und betreiben. Gespräche gibt es auch hinsichtlich der BBS. „Wir richten uns relativ kurzfristig nach den Bedarfen ein“, erklärt Christoph Fandrich, Sanitätsdienstleiter der Johanniter in Verden.

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