SPRINT-Klasse zu Gast bei der Kreiszeitung in Verden

Zuwanderer suchen Einblick in die Arbeitswelt

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Arbeitswelt in der neuen Heimat: Die Schüler der SPRINT-Klasse an den BBS waren bei der Kreiszeitung zu Gast. 

Verden - Ihren ersten Schultag bei Weida El-Zeyn hatten die 14 Jugendlichen erst am Montag. „Ihr Deutsch ist aber schon ziemlich gut“, sagt die Klassenlehrerin. Mit den jungen Zuwanderern, die aus Gambia, von der Elfenbeinküste, aus Afghanistan und anderen Ländern kommen, nimmt sie in den Berufsbildenden Schulen Verden am Sprach- und Integrationsprojekt (SPRINT) teil.

Eigentlich ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 13 Uhr Unterricht angesagt. In dem dreistufigen Projekt ist in Modul I die Sprache Deutsch angesagt. Wenn diese grundlegende Fertigkeit schon so gut funktioniert, wie bei den jungen Leuten in El-Zeyns Klasse, verschiebt sich der Schwerpunkt auf die Orientierung in der Lebens- und Arbeitswelt.

Und genau das war es auch, was die Klassenlehrerin mit ihren Schülern unternommen hat. Gleich am zweiten Tag zog sie mit ihnen los und sah sich bei der Verden-Walsroder Eisenbahn (VWE) um. Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen gab es dabei zugleich Karten, damit sie mit dem Allerbus zur Schule kommen können.

Chance, sich ein paar Euros zuzuverdienen

Die nächste Station hat wie der VWE-Besuch auch schon Tradition für Weida El-Zeyns SPRINT-Klassen. Der Halt bei der Verdener Aller-Zeitung. Dabei sollten sich nicht nur erste Eindrücke von der Arbeitswelt in der neuen Heimat ergeben. Mit dem Besuch ist auch die willkommene Chance verbunden, sich ein paar Euros zuzuverdienen. Vertriebsmitarbeiterin Monika Steinke ist immer auf der Suche nach Zeitungsausträgern. Sie erläuterte ihren Gästen, worauf es bei dem Job ankommt, und nahm eine lange Liste von Namen auf.

Die ersten verabredeten gleich einen Termin mit ihr am Nachmittag, um die Details abzusprechen. Die Länge und Stationen der Tour und die Zahl der Zeitungen, die die Abonnenten erreichen müssen. „Die Bewerber haben großes Interesse an dem Zuverdienst gezeigt“, berichtete Steinke. Dabei würden zwei von ihnen als angehende Azubis zeitlich schon bald gut eingebunden sein.

Fahrräder gesucht

Noch hätten nicht alle ihre Schüler eine Perspektive, wie es nach dem Projekt weitergehen soll. Deshalb, aber auch, weil Praktika zu SPRINT dazugehören, suchen fast alle noch Plätze, um in Firmen die Arbeitswelt zu erleben. Möglicherweise, so die Hoffnung, sind da auch spätere Arbeitgeber oder Ausbildungsbetriebe dabei. Unternehmen, die noch Praktikumsplätze zu vergeben haben, können gern mit den BBS Kontakt aufnehmen.

Dasselbe gilt auch für alle, die noch Fahrräder für die angehenden Zeitungsausträger zu vergeben haben. Mit Zweirädern seien die Last und die zum Teil langen Wege besser zu bewältigen, merkte Klassenlehrerin El-Zeyn an. - kle

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