Überregionale Bedeutung erwartet

VWE-Bahn feiert ihren neuen Verladebahnhof

Anja König, Peter Bohlmann, Uwe Roggatz und Henning Rohde (v.l.) schneiden das Band am neuen Bahnübergang durch. - Foto: Wennhold
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Anja König, Peter Bohlmann, Uwe Roggatz und Henning Rohde (v.l.) schneiden das Band am neuen Bahnübergang durch.

Verden - Von Erika Wennhold. „Logistik – professionell für Sie auf die Schiene gebracht.“ So wirbt die Verden-Walsroder Eisenbahn für ihre neue bimodale Umschlaganlage Straße/Schiene am Clüversweg 8.

Ein Schritt in die Zukunft, den an dieser Stelle der Wegzug der Firma Rathsmann möglich gemacht hat. Aus dem ehemaligen Gelände des Baustoffhandels ist in nur siebenmonatiger Bauzeit ein Verladebahnhof geworden, der für Kunden wirbt und einen schon neu gewonnen hat. Henning Rohde, stellvertretender Geschäftsführer VWE-Bahn: „In der kommenden Woche wird ein erster Düngerzug als Neukunde zur Entladung erwartet.“

Besser könnte der Standort nicht sein, denn der direkte Anschluss an das transeuropäische Eisenbahnnetz liegt mit dem Verdener Bahnhof nur einen knappen Kilometer entfernt. VWE Bahn gewinnt mit dieser Anlage aber noch viel mehr, als nur einen moderen Umschlagplatz.

VWE-Geschäftsführer Uwe Roggatz und Landrat Peter Bohlmann (Hauptgesellschafter ist der Landkreis) hoben die umweltschonenden Begleiterscheinungen hervor: die Senkung der CO2-Emissionen durch den Warentransport auf der Schiene, die Reduzierung der Lärmbelastung im angrenzenden Wohngebiet durch die neue Zufahrt über den Clüversweg und die Entlastung der Straßen. Bohlmann: „Die Brückensanierungen in Verden sind auf die Überbelastung durch den Güterverkehr zurückzuführen.“

Investitionen über drei Millionen Euro

Investiert wurden drei Millionen Euro, wovon zwei Drittel in die reinen Baukosten geflossen sind. Es mussten 10.000 Kubikmeter Sand ausgekoffert und wieder eingebaut werden, um Tragfähigkeit zu erreichen. Regenwasserkanal und Kabeltrassen verschwanden im Erdreich des 1,1 Hektar großen Geländes. Verbaut wurden 4.000 Tonnen Mineralgemisch und Gleisschotter, rund 1.500 Meter Schienen auf 1.200 Metern Betonschwellen. 

Viel Fläche wurde gepflastert und geteert, aber ein Bauabschnitt ist für die VWE Bahn entscheidend. Henning Rohde: „Wir haben einen neuen, technisch gesicherten Bahnübergang mitten auf unserem Betriebshof erhalten und somit eine neue Ausfahrt.“

Zwischenlagerung von Gütern möglich

Weil hier außerdem die Möglichkeit zur Zwischenlagerung von Gütern auf 5.000 Quadratmetern Fläche gegeben ist, über 1.000 Meter Verladegleise und ein Unimog-Zweiwegefahrzeug zur Verfügung stehen, sind sich alle Beteiligten sicher, dass dieser Umschlagsbahnhof schon bald eine überregionale Bedeutung haben wird.

Ohne die Fachplaner der Firmen ConTrack Consulting Hannover, des Ingenieurbüros Dr. Schwerdhelm & Tjardes aus Schortens, der Umweltberatung Dr. Pirwitz und des Büros Underground Bremen sei die Umsetzung der Baumaßnahme durch die Firma Stefen aus Oldenburg nicht möglich gewesen, betonte Henning Rohde.

Die Bedeutung dieser neuen Anlage war der VWE Bahn am Freitag ein „Kundentag“ wert, zu dem auch Nachbarn eingeladen waren. Bevor es bei einem Imbiss zu angeregten Gesprächen kam, schnitten die VWE-Geschäftsführer Roggatz und Rohde, Landrat Peter Bohlmann und Verdens stellvertretende Bürgermeisterin Anja König feierlich ein rot-weißes Band durch.

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