Projekt zur Verwirklichung der Inklusion

Zugang für alle Menschen ermöglichen

Engagiert für Inklusion: Margarete Meyer und Christin Fresen gestalten das Verdener Projekt. - Foto: Klee

Verden - Als die Vereinten Nationen vor zehn Jahren die Behindertenrechtskonvention beschlossen haben, hatten die Unterzeichnerstaaten nicht nur die Inklusion in Kitas und Schulen im Sinn. Das Ziel, dass allen Menschen der Zugang zu allen Bereichen der Gesellschaft möglich sein muss, wartet also noch auf seine Verwirklichung. Margarete Meyer und Christin Freesen arbeiten in Verden daran.

Von der neuen Koordinierungsstelle Inklusion, Integration und Prävention am Holzmarkt in Verden aus wollen die beiden Frauen den Gedanken der Teilhabe aller Menschen verbreiten und in allen Bereichen an der Verwirklichung arbeiten. Im Projekt inklusiv VERbunden haben Fresen und Meyer in Verden seit Jahren schion an dem Ziel gearbeitet. 2008 war es ins Leben gerufen worden. Anfangs unter dem Dach von arbeit und Leben, der Weiterbildungseinrichtung des DGB und des Volkshochulverbands, wurde es mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert.

Mittlerweile hat die Stadt Verden die Trägerschaft, und so liegt die Projektleitung denn auch bei Sabine Mandel und Christiane Morré im Rathaus. Fördermittel aus Brüssel gibt es aber weiterhin, die Zusage ist da. „Inklusion durch Enkulturation“ heißt das EU-Programm, das die Finanzierung bis 2018 sichert, vielleicht auch noch zwei Jahre länger. Jetzt geht es also weiter und Margarete Meyer und Christin Fresen haben einen Plan.

Viele Gespräche haben die beiden vor sich, denn die Menschen in Einrichtungen, Kirchen, Initiativen und Vereinen müssen sie erst einmal erreichen und möglicherweise für die Idee gewinnen. Und ohne dass sie auf offene Arme und überzeugte Unterstützung treffen, werden sie kaum etwas erreichen können.

Den Anfang macht das Bildungsnetzwerk Maulhoop

„In einem ersten Schritt gründen wir ein Bildungsnetzwerk“, erklärt Projektkoordinatorin Margarete Meyer im Pressegespräch den Plan. Nach und nach sollen überall in der Stadt solche Netzwerke entstehen, in denen die bestehenden Einrichtungen, Vereine etc. zusammenkommen. Den Anfang macht das Bildungsnetzwerk Maulhoop. Am 16. Juni soll im Haus am Oderplatz als Startschuss die konstituierende Sitzung stattfinden. „Bestehende Kooperationen sollen dadurch gestärkt und vielleicht erweitert werden. Mitarbeit ist ausdrücklich erwünscht“, sagt Margarete Meyer.

Diese Netzwerke, so ist die Vorstellung, sammeln erst einmal und machen sich ein Bild, wo und wie Inklusion nötig und möglich ist. Das alles wollen sie dann in einem Dachnetz stadtweit zusammenführen. So soll dann ein Aktionsplan Inklusion entstehen. Der soll mit Rat und Stadtverwaltung gemeinsam aufgestellt werden und eine Arbeitsgrundlage für das weitere Vorgehen liefern.

Christin Fresens Schwerpunkt wird es sein, das zu begleiten, was sich dann entwickelt. Sie betreut die neuen Mitstreiter aus Einrichtungen und anderen beteiligten Gruppen, ihre Einbindung und macht sie mit inklusiven Arbeitsmethoden vertraut. Das ist ein weiterer Grund für die Bezeichnung Bildungsnetzwerk: „Da wird es Fortbildungen geben und Angebote zur Vertiefung in Themen wie Menschenrechte und Inklusion in der Arbeitswelt.“

„Wir wollen auch die Einwohner Verdens auf diesen Weg mitnehmen“, betont Meyer. Zusätzlich zu der „Netzwerkarbeit“ plant sie Kunstaktionen, Open Air Kino und eine Fortsetzung von Tanzen VERbindet, um in der Öffentlichkeit den Gedanken der Inklusion bewusst zu machen.

kle

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