Zonta Club vergibt „Young Women in Public Affairs Award“ an Elona Beqiraj / Drei Bewerberinnen

„Jede von Euch ist eine Siegerin“

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Warten auf das Ergebnis der fünfköpfigen Jury: Catharina Luttmann (16) aus Kirchlinteln, Saskia Heese (17) aus Ottersberg und Elona Beqiraj (19) aus Verden (v.l.). Die junge Verdenerin wurde schließlich zur Gewinnerin gekürt.

Verden - Gewonnen haben alle drei. Doch die Jury, die stellvertretenden Bürgermeisterinnen der Allerstadt, Anja König und Jutta Sodys, sowie Sybille Fischer, Christa Bensel und Kim Müscher als Vertreterinnen des Zonta Clubs Verden, musste sich letztlich für eine der jungen Bewerberinnen entscheiden: Elona Beqiraj aus Verden ist Trägerin des mit 300 Euro dotierten „Young Women in Public Affairs Award“, dem Ehrenamtspreis für junge Frauen zwischen 16 und 19 Jahren, den der Zonta Club Verden bereits zum siebten Mal vergeben hat.

„Ich freue mich riesig“, zeigte sich die 19-Jährige, die den gymnasialen Zweig der BBS besucht und die sich insbesondere in der Flüchtlingsarbeit vor Ort engagiert, glücklich anlässlich der Preisübergabe im Akzent Hotel Höltje durch Zonta-Präsidentin Anita Freitag-Meyer.

Die Abiturientin selbst betrachtet alles, was sie ehrenamtlich tut, als Selbstverständlichkeit. Elona ist gerne für andere da, wobei sie stets auf andere Kulturen blickt. „Ich bin von Natur aus neugierig. Außerdem liegen die Wurzeln meiner Familie im Kosovo, was sicher auch mein geradezu leidenschaftliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit erklärt. Schließlich hat auch meine eigene Familie vor gar nicht langer Zeit Erfahrungen mit Flucht und Verlust ihrer Heimat gemacht.“

Auch zu den Grundrechten der Frauen vertritt die Preisträgerin einen deutlichen Standpunkt: Es habe sich in den vergangenen Jahren sicher schon viel getan, aber es sei Sache der jeweiligen Regierungen, dafür Sorge zu tragen, dass alle Mädchen und Frauen Bildung und Gleichberechtigung erfahren.

Um diesen Gedanken zu unterstützen, möchte die 19-Jährige, die Gründungsmitglied des Vereins „Verden hilft“ ist, dem Jugendforum von Wabe angehört, Flüchtlingsprojekte anschiebt, koordiniert und begleitet oder Flüchtlingen Deutschunterricht erteilt, nach dem Abitur in diesem Jahr in die Entwicklungshilfe, um danach Politik oder Journalismus zu studieren.

Große Wertschätzung erfuhren auch ihre Mitbewerberinnen, die Gymnasiastinnen Catharina Luttmann (16) aus Kirchlinteln und Saskia Heese (17) aus Ottersberg. Schließlich setzen sich alle drei beherzt und ehrenamtlich in Schule, Sport, Kirche, Vereinen oder Verbänden für die Belange ihrer Mitmenschen ein und haben außerdem die Gleichberechtigung von Frauen, dem zentralen Anliegen von Zonta International, mit konkreten Vorstellungen im Blick.

Im Hinblick auf die Gleichberechtigung der Frau gebe es weltweit, aber auch in Deutschland, noch viel zu tun. „Deshalb fördern wir junge Frauen und Projekte vor Ort und international“, betonte Freitag-Meyer in ihrer Festrede.

Auch in den Redebeiträgen von Carola Schäfer, Ute Scholz, Jutta Sodys und Anja König schwang großer Respekt vor den jungen Frauen mit, die sich auf vielfältigste Weise engagieren. „Jede von Euch ist eine Siegerin“, hieß es einmütig.

Award-Koordinatorin Carola Schäfer, die die Aufgabe hatte, die Bewerberinnen vorzustellen, zeigte Respekt davor, dass die drei jungen Frauen weder der Stress in der Abiturvorbereitung noch der aufwändige Bewerbungsmodus davon abgehalten habe, sich für den YWPA-Award zu bewerben.

Frauen wie sie seien wichtig für die Gesellschaft. Sie hätten Vorbildfunktion für die junge Generation, da sie der Öffentlichkeit zeigten, was junge Frauen in ihrem Umfeld bewirken könnten. Die Erstplatzierte kann sich darüber hinaus am Zonta-District-Wettbewerb beteiligen, der mit drei Preisen ausgestattet ist.

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