Ziel sind die 1,5-Grad von Paris 

„Fridays for Future Verden“ mit Forderungen beim globalen Klimastreik

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Mit einem umfangreichen Forderungskatalog tritt „Fridays for Future Verden“ beim Klimastreik an.

Verden – Am Tag des globalen Klimastreiks, am Freitag, 20. September, ruft „Fridays for Future Verden“ gemeinsam mit einem lokalen Bündnis von mehr als 100 Organisationen, Initiativen und Vereinen auf, um 11 Uhr, am Bahnhofsvorplatz für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Obwohl die Klimakatastrophe immer häufiger die Politik beschäftigt, tue sie zu wenig, beklagen die Initiatoren. Deshalb rufen sie alle auf, neben Schülern und Studenten, mit auf die Straße zu gehen.

Mit ihnen rufen mehr als 100 Organisationen zum Streik auf, darunter Gewerkschaften Umweltverbände, attac, Evangelische Jugend und Kirchenkreis Verden, Kreisfrauenrat, Amnesty International, Extinction Rebellion, Bürgerinitiativen gegen Gasbohren in Völkersen, Intschede, Langwedel, Thedinghausen/Achim und Lintler Geest, Seebrücke, Seawatch, Caritas, Tafeln, Campact, Jusos und Grüne Jugend Verden, die Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth, DLRG-Jugend, Scientists for Future, Teachers for Future, Parents for Future, Artists for Future und Farmers for Future.

„Nur als ganze Gesellschaft können wir die zum Aufhalten der Klimakatastrophe nötigen Veränderungen bewirken“, erklärt Jakob Geweke von der Fridays for Future Ortsgruppe Verden. Mit dem Aufruf zur Klima-Demo verbindet er einen Katalog von Forderungen, die helfen sollen, die Klimaziele auch mit Beiträgen in den Bereichen Bauen, Energiegewinnung, Verkehr, Ernährung und Landwirtschaft aus dem Landkreis zu erreichen.

Nicht nur auf Bundesebene muss nach Meinung von Fridays for Future ein Umdenken stattfinden, auch lokal hier in Verden. Ziel ist Klimaneutralität bis 2030. Um das zu schaffen fordert die Verdener Ortsgruppe, dass neugebaute Gebäude klimaneutral oder -positiv sein müssen. Alle anderen Gebäude müssten bis 2030 saniert und modernisiert werden. Stadt und Landkreis sollen Anreize schaffen, dass Sanierungen nicht von Mietern mitgezahlt werden. Gegen die Versiegelung von Flächen sind die Klimaaktivisten in Wohnquartieren ebenso, wie in Verkehrsräumen. Für die Fußgängerzone wünschen sie sich 30 neue Bäume und Anreize für Hausbegrünungen.

Verden soll in Windparks und Solaranlagen investieren und die Gewinnung von erneuerbaren Energien fördern Bis 2030 soll der Strommix der Stadtwerke aus erneuerbaren Quellen stammen.

Die Innenstadt soll bis 2025 autofrei werden. Dafür sollen Radverkehr und ÖPNV ausgebaut und Arbeitgeber dabei eingebunden werden.

Der gängigen Verschwendung von Nahrungsmitteln soll entgegengewirkt werden. Stattdessen ziehen die Aktivisten saisonale, regionale und pflanzliche Ernährung, vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen, vor. Die Landwirtschaft soll die Düngung massiv reduzieren und Anreize für ökologisches Wirtschaften erhalten.

Dass die Maßnahmen radikal sind, ist der Verdener Ortsgruppe offenbar bewusst. Aber nur so sei es noch möglich, das Pariser Klimaabkommen und das 1,5-Grad-Ziel noch einzuhalten und das Versprechen der Politik zu erfüllen. „Diese Maßnahmen dienen zur Prävention und werden langfristige Kosten deutlich eindämmen“, ist „Fridays for Future Verden“ überzeugt.

Für weitere Infos

oder Solidarisierungerklärungen, sind die Initiatoren per E-Mail an fffverden@protonmail.com oder über Instagram @fff_verden zu erreichen.

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