Schüler befürchten zu wenig Vorbereitungszeit

Zeitdruck im neuen Schuljahr

Verden - Von Felix Reichelt. Mit dem Ende der Sommerferien beginnt für viele Kinder und Jugendliche wieder der Alltag. Unsere Zeitung hat Schüler gefragt, mit welchen Erwartungen oder Befürchtungen sie in die Schule zurückgekehrt sind. Wie jedes Jahr nehmen sie den Schulanfang mit sehr gemischten Gefühlen auf.

Jonas, Schüler des zwölften Jahrgangs des Gymnasiums am Wall, lobt den Vorschlag einiger Lehrer, im ersten Halbjahr in allen Prüfungsfächern nur eine statt zwei Klausuren zu schreiben. Immerhin sei die erste Jahreshälfte für die Jahrgänge elf und zwölf kurz, weil für sie schon am 20. Dezember das Halbjahreszeugnis ausgegeben wird. 

Fabian, 11. Jahrgang.

Das führt zu einem höheren Zeitdruck für beide Gymnasien, der von Fabian, 11. Jahrgang des GaW, nicht positiv aufgenommen wird. „Wir haben viel weniger Zeit, uns auf Klausuren und Tests vorzubereiten.“

Nadine, 12. Jahrgang.

Durch den verschobenen Zeitplan fällt das Abitur nächstes Jahr vor die Osterferien. Dieser Zeitraum würde sonst zum Lernen und Wiederholen sämtlichen Lernstoffes benutzt werden, kritisiert Nadine. Sie besucht ebenfalls den 12. Jahrgang des GaW und hofft, dass ihre Noten unter dem Druck nicht leiden werden.

Ein weiterer Kritikpunkt vieler Schüler am GaW ist die unglückliche Organisation von Freistunden. Meist lägen sie in der Mitte des Unterrichtstages und seien somit als „ziemlich unnütz“ verschrien.

Bidaa, 12. Jahrgang.

Abseits von den negativen Aspekten, bietet das Gymnasium nach einer mehrjährigen Pause endlich wieder Kursfahrten an, sehr zur Freude von Schülerin Bidaa. Sie berichtet außerdem von einer nennenswerten Verbesserung der Unterrichtsmethodik in der Oberstufe.

Das benachbarte Domgymnasium hat derweil längere Stundenzeiten sowie neue Pausenzeiten eingeführt. Die ersten vier Unterrichtsstunden dauern nun je 67,5 statt 45 Minuten und die vierte Stunde endet somit erst um 13.11 Uhr. Sowohl die Busverbindungen als auch die Zusammenarbeit mit dem GaW würden durch den neuen Zeitplan erschwert, moniert der Oberstufenschüler Rico.

Die erhöhte Stundendauer sei allerdings keine störende Neuerung und soll dafür sorgen, dass die Schüler das Gelernte besser verarbeiten können. 

Jannis, 10. Jahrgang.

„Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, durch die längeren Einzelstunden Fächer anbieten zu können, die sonst im Zuge des G8-Programms aus Zeitmangel weggefallen würden“, berichtet Jannis, 10. Klasse am Domgymnasium. Trotz aller widrigen Umstände gehen die meisten Schüler aber erholt und motiviert in das neue Schulhalbjahr 2016.

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