THW und Landkreis statten Gymnasien mit zusätzlichen Waschbecken aus

Zeigt her eure Hände...

Ein eingespieltes Team: Ehrenamtliche des THW aus Verden, Celle und Soltau bauten auf den Schulhöfen des Verdener Domgymnasiums, des Gymnasiums am Wall und des Cato Bontjes van Beek-Gymnasiums in Achim mobile Waschstationen auf. Foto: Preuß

Verden/Landkreis – Die Schulen sind gerüstet, wenn am Montag die ersten Jugendlichen wieder zum Unterricht erscheinen. Klassen sind aufgeteilt und Schichtpläne erstellt, Tische und Stühle auf 1,50 Meter Abstand gerückt. Vor allem aber sind Hygieneregeln aufgestellt worden, die sich unter anderem mit Einbahn-Verkehr auf den Fluren und regelmäßigem Stoßlüften befassen. Das Tragen von Schutzmasken in den Schulen ist nicht vorgeschrieben.

„Das Wichtigste bleibt immer noch das Abstandhalten“, betonte Ulf Neumann, Pressesprecher des Landkreises, gestern bei einem Ortstermin vor den Türen des Domgymnasiums. Dort hatten Ehrenamtliche des THW-Ortsverbandes Verden eine Waschstation samt Unterstand aufgebaut. Unterstützung erhielten die Verdener von Kollegen aus Celle und Soltau. Die dortigen Ortsverbände hatten Spezialisten geschickt, die sich um die Wasser- und Abwasserleitungen kümmerten.

„Die Anschlüsse sind das Aufwendigste, weil zum Teil Leitungen über mehrere Meter verlegt werden müssen“, so Fabian Schaffhausen, der die THW-Regionalstelle in Verden leitet. Im Domizil am Clüversweg waren die Waschtische nach Absprache mit dem Landkreis binnen zwei Tagen gezimmert worden.

Und das ist nicht die erste Kooperation zwischen THW und Kreisverwaltung. Auch bei der Einrichtung der Behelfslazarette in Achim und Verden waren die Ehrenamtlichen im Einsatz. Zudem fahren sie täglich Corona-Tests des Gesundheitsamtes zur Auswertung nach Oldenburg zum Labor des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Und dank THW bieten nun Becken unterm Zeltdach die Möglichkeit, sich bereits vor Betreten der Schule gründlich die Hände zu waschen. Denn, so Neumann weiter, nach der nötigen Distanz zum Mitmenschen ist die Handhygiene bedeutend für die Eindämmung des Corona-Virus.

Neben dem Domgymnasium und seiner Außenstelle Pestalozzischule wurden gestern auch das Gymnasium am Wall und das Cato Bontjes van Beek-Gymnasium mit entsprechenden Waschgelegenheiten ausgestattet. Das Gymnasium am Markt (Gamma) in Achim, das am Montag mit 70 Zwölfklässlern wieder mit dem sogenannten Präsenzunterricht startet, hatte bereits in Eigenregie drei Waschtische unter einem Laubengang aufgestellt. Die Berufsbildenden Schulen (BBS) haben bislang keine Becken zusätzlich zu ihren vorhandenen sanitären Anlagen angefordert.

Zwei sanitäre Anlagen im Erdgeschoss, „das erschien uns zu wenig“, begründete Gamma-Leiter Dirk Stelling die Aufstockung. Ihr zugrunde liegt ein Rechenexempel.

Das Händewaschen vor dem Unterricht, der um kurz nach halb acht beginnt, ist Pflicht. Viele Jugendliche sind aber schon früher in der Schule, könnten dann die Minuten bis zum Start nutzen für die Handhygiene. „Es geht um die Zeitersparnis“, so Stelling. Denn beim klassenweise Waschen unter Aufsicht des Lehrers würden siebeneinhalb Minuten von der Unterrichtsstunde verloren gehen.  kp

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