Zehn Minuten für den Job

100 Plätze beim Azubi-Speed-Dating im Angebot

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Die „Datingpartner“ von den Unternehmen und die Veranstalter berichteten in der Agentur für Arbeit, was sie von der Begegnung mit den Jugendlichen erwarten.

Verden - Wer noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, muss sich Montag, 29. Mai, unbedingt merken: Einen Nachmittag lang haben Schulabgänger auf der Suche beim Azubi-Speed-Dating im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur Nienburg-Verden die Chance, im schnellen Gespräch erste Kontakte zu ihren künftigen Lehrbetrieben zu knüpfen.

Getreu dem Motto „Gesucht – Gefunden“ haben potenzielle Azubis und Unternehmensvertreter von 14.30 bis 18 Uhr jeweils zehn Minuten Zeit, um ihr Gegenüber von sich zu überzeugen. 100 Ausbildungsplätze in kaufmännischen Berufen, Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, Hörgeräteakustik, Berufskraftfahrer, Lagerlogistik, Industriemechanik, Mechatronik und Logopädie werden im Angebot sein. 

Das konnten Vertreter von 13 Unternehmen schon einmal beim Pressegespräch der Veranstalter, Netzwerkpartner der Arbeitsagentur, IHK und die Fachkräfteoffensive des Landkreises, versprechen. „21 Berufe werden vorgestellt. Auch ein professioneller Bewerbungsmappencheck wird angeboten“, sagte der Geschäftsführer der Agentur, Harald Henseler. Anmelden müssten sich die Jugendlichen nicht.

Eine gute Vorbereitung auf diese besondere Art eines Bewerbungsgesprächs könne aber hilfreich sein. Dazu gehöre auch, sich neben den angebotenen Ausbildungsberufen, über die teilnehmenden Unternehmen zu informieren, empfahl Daniela Westerhoff von der IHK. Gut wären außerdem aktuelle Bewerbungsunterlagen, die die jungen Teilnehmer den Firmen vorlegen und mitgeben könnten.

Persönlicher Eindruck im Vordergrund

„Beim Azubi-Speed-Dating steht der persönliche Eindruck im Vordergrund. Anders als bei einem üblichen Bewerbungsschreiben ist hier die Chance gegeben, mit der Persönlichkeit zu punkten“, beschrieb Ulrike Kühn von der Firma LOS die Vorzüge, die sie an der Veranstaltung schätzt.

„Es ist eine sehr gute Chance auf einen Ausbildungsplatz. Wenn die Chemie stimmt, schaut man schon mal über manches hinweg“, bekräftigte auch Ulli Schmitz, der wie fast alle Unternehmen bereits mehrfach mitgemacht und Mitarbeiter gefunden hat. Natürlich seien zehn Minuten nicht viel Zeit, aber sie reichen nach Auskunft der Gesprächsteilnehmer aus.

„Es geht um einen groben Informationsaustausch“, sagte Nathalie Busse von JBS, einer in Visselhövede ansässigen Firma, das drei kaufmännische Ausbildungsplätze zu bieten hat.

Keine Scheu vor der Teilnahme nötig

Danach werde sich zeigen, ob beide Parteien über eine langfristige Bindung nachdenken wollen oder zumindest wissen, was sie nicht wollen. „Bis hin zum unterschriebenen Ausbildungsvertrag ist alles möglich“, war am Freitag aus der Runde zu vernehmen. Wie sämtliche Netzwerkpartner betonten, müsse kein Jugendlicher Scheu vor einer Teilnahme haben. Selbstverständlich werde berücksichtigt, dass die Jugendlichen meist in Selbstpräsentation nicht erprobt seien.

„Wir hoffen auf einen guten Zulauf“, zeigten sich die Beteiligten optimistisch. „2016 haben 130 Jugendliche teilgenommen. Schätzungsweise 20 haben dadurch einen Ausbildungsplatz bekommen“, so Berufsberaterin Anna Lühning.

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