Zaina Erhaim ausgezeichnet

Anita-Augspurg-Preis erstmals vergeben

Die IFFF-Vorsitzende Irmgard Hofer zeichnet Zaina Erhaim (l.) mit dem Anita-Augspurg-Preis aus. 

Verden - Die syrische Journalistin und Filmemacherin Zaina Erhaim ist die erste Frau, die mit dem Anita-Augspurg-Preis „Rebellinen gegen den Krieg“ der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) ausgezeichnet wurde. Die Preisverleihung fand am Freitag im Rathaus im Rahmen einer Feierstunde statt.

2013 kehrte Zaina Erhaim mitten im Bürgerkrieg aus dem sicheren Ausland nach Syrien in die umkämpfte Stadt Aleppo zurück, um für internationale Medien zu berichten. Außerdem bildete sie mehrere 100 Frauen und Männer zu „Bürgerreportern“ aus, die seither als Medienaktivisten tätig sind.

Bevor die engagierte Kämpferin für die Menschenrechte den Preis aus den Händen der IFFF-Vorsitzenden Irmgard Hofer entgegennahm, machte sie deutlich, was ihre Arbeit für persönliche Konsequenzen nach sich zieht. Sie wurde vertrieben, verhaftet, hat verschiedene Milizen und Banken gegen sich. Sogar im Westen werde sie als potenzielle Terroristin betrachtet, Großbritannien habe ihren Pass eingezogen, erzählte sie.

Um die Situation in Syrien zu verdeutlichen, ließ sie anstelle vieler Worte lieber Bilder sprechen. In einem bedrückenden Video zeigte sie, wie es Frauen ergeht, die sich für Gleichberechtigung einsetzen und das Regime kritisch hinterfragen. Abschließend trug sich Zaina Erhaim in das goldene Buch der Stadt Verden ein. ahk

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