Schwarz-Pulver-Union hatte in den Stadtwald eingeladen

Xavier wütet im Westerncamp

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Das Sturmtief hatte seine Spuren im Camp hinterlassen.

Verden - „Da habe ich aber noch mächtig Glück gehabt“, zeigte sich der Western-Fan Boudewijn van Leeuwen erleichtert. Der Niederländer hatte sein Zelt zum Western-Camp der Schwarz-Pulver-Union Aller-Weser (SPU) auf dem Gelände des Verdener Schützenvereins im Stadtwald aufgebaut. Als er am Donnerstag, als Sturmtief Xavier wütete, von einem Einkauf aus der Innenstadt zurück kam, sah er seine Behausung nicht mehr. Dort wo eigentlich sein Zelt hätte stehen müssen, lag ein entwurzelter Baum.

Die heftigen Sturmböen hatte das mobile Heim nicht überstanden . Außer seiner Unterkunft waren noch zwei weitere Zelte der Western-Fans im Stadtwald lädiert, unterdessen hatten sich deren Bewohner im Schießstand aufgehalten. Die betroffenen Westernfans fuhren geschockt heim, aber van Leeuwen blieb bis Sonntag.

„Dank der Hilfe der Verdener Feuerwehr konnte die größte Gefahr schnell abgewendet werden“, zeigte sich der neue SPU-Vorsitzende, Mario Kandt, dankbar. Sein Vorgänger Karl-Heinz Oster ergänzte, dass die sprichwörtliche Mithilfe bei Unglücksfällen, die zur Zeit der Besiedlung des Wilden Westens im nordamerikanischen Kontinent zum gemeinsamen Überleben auch aktuell fruchtete. Mit modernem Werkzeug wurden die Krone sowie ein großer Teil des Stammes und die Äste zu Kleinholz geschnitten und am Rand des Schützenplatzes aufgeschichtet.

Die Teilnehmer des Westerncamps in der Kleidung, die den Zeiten des 17. bis 18. Jahrhunderts nachempfunden wurde. 

Wegen der Witterung präsentierte sich das Gelände mit den aufgestellten Zelten, im Vergleich zu den vergangenen Jahren etwas gelichtet. Aber es blieb das Ambiente einer Siedlung erhalten, die einst die Weiten des amerikanischen Kontinents prägten. Kant und Oster waren trotzdem mit der Beteiligung an diesem Westerncamp zufrieden. Vor allem am Sonnabend reisten viele Tagesgäste an, die sich mit Original-Waffen oder deren Nachbauten an den Schießwettbewerben beteiligten oder die Zeit auch zu einem Klönschnack nutzten. Dazu gehörte wie immer die entsprechende Kleidung, die in der damaligen Zeit „in“ war.

Auch einer der Gründer der SPU, Horst Leichsenring aus Nienburg, war für ein paar Stunden zu Gast im Westernlager. Er ließ sich von Mario Kandt und Karl-Heinz Oster über das schon längere Zeit bestehende Westernlager informieren. Erstmals war der Vorsitzende federführend für die Organisation des Camps zuständig, denn verbunden mit seiner Wahl war auch Generationenwechsel. Oster amtierte 15 Jahre an der Spitze der SPU und davor neun Jahre als zweiter Vorsitzender. Wie kein anderer prägte er in seiner Vorstandstätigkeit die Geschicke der SPU und war einer der Initiatoren des Camps. Er war auch bei diesem Camp der wichtige Ansprechpartner für die Teilnehmer. 

Westerncamp in Verden

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