Wunschbaum-Aktion wird immer beliebter / Jetzt auch für die Flüchtlinge

Manchmal kommen Tränen

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Im Wunschbaum-Fieber: Jutta Mischendahl-Pape, Silvia Voige und Sabine Wöhler (v.l.).

Verden - Viele Familien haben kein Geld, um ihren Kindern Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Zum achten Mal engagieren sich deshalb Bürger, Unternehmen oder auch Schulklassen für die Aktion „Wunschbaum“, indem sie benachteiligte Kinder beschenken.

In 29 Tagen ist Weihnachten, doch längst nicht jedes Kind kann sich auf Geschenke freuen. Um ihnen eine Freude zu machen, ruft der Caritasverband Verden-Heidekreis zur Teilnahme an der Aktion Wunschbaum auf, damit sich die Wünsche der Kinder doch noch erfüllen. Familien mit geringem Einkommen aus Verden und den Ortschaften Langwedel, Dörverden und Kirchlinteln können an der Aktion teilnehmen und bis Freitag, 5. Dezember, einen Wunschzettel beim Caritas-Verband, Andreaswall 11, Telefon 04231/5655, abholen und dort wieder abgeben.

Die mit einem Wunsch versehenen Zettel werden dann an den am Podest auf dem Rathausplatz aufgestellten Wunschbaum gehängt, damit Menschen, denen es besser geht, im Umkehrschluss die Wünsche der Kinder erfüllen, erklären die Caritas-Mitarbeiterinnen Jutta Mischendahl-Pape und Sabine Wöhler die Idee, die sich hinter dem Weihnachts-Wunschbaum verbirgt. Was vor acht Jahren als kleine Initiative angefangen hat, löst mittlerweile zur Weihnachtszeit eine geradezu überwältigende Hilfsbereitschaft aus und ist als karitatives Projekt fest etabliert.

So wurden im vergangenen Jahr rund 400 Kinderwünsche erfüllt und das nicht zuletzt dank einiger Geldspenden. „Die Resonanz zeigt, dass der Wunschbaum nicht nur für die beschenkten Familien ein Fest und eine Freude ist, sondern auch für die Menschen, die die Geschenke machen“, meint Silvia Voige. Sie hat damals das Projekt ins Rollen gebracht und im Caritas-Verband den geeigneten Projektpartner gefunden.

„Wir erleben so viel Schönes und Anrührendes am Rande der Aktion, dass es einem zuweilen die Tränen in die Augen treibt“, berichten die drei Frauen, die froh sind, dass die Weihnachtsaktion einen solch großen Anklang findet. Allerdings sind sie auch ein Stück weit bestürzt, dass es gar nicht wenige Kinder gibt, die sich zu Weihnachten sogar Kleidung wünschen. Einen dicken Pullover, eine warme Winterjacke oder Winterschuhe. Voige: „Da merkt man schon, dass es einem selbst viel besser geht.“

Natürlich sind auf den meisten Wunschzetteln Weihnachtsklassiker wie Barbiepuppen, Playmobil oder Lego notiert, aber auch (gebrauchte) Fahrräder oder Technik. Wer also Lust hat, einem Kind eine Freude zu bereiten, sucht sich einen Wunschzettel vom Baum aus und gibt das Geschenk bis zum 12. Dezember beim Caritas-Verband, Andreaswall 11, ab. Zu beachten ist allerdings die Altersbegrenzung: Wunschzettel werden nur von Kindern bis 14 Jahre angenommen. Außerdem wichtig: Nur Erziehungsberechtigte dürfen die Wunschzettel für die Kinder abgeben. Ihnen sichern die Organisatorinnen völlige Anonymität zu. An dieser Stelle weisen die Caritas-Mitarbeiterinnen noch auf einen weiteren Personenkreis hin, der derzeit dringend Unterstützung benötigt: die im Landkreis lebenden Flüchtlinge. „Wir benötigen warme Winterkleidung, vor allem für die schlanken, hochgewachsenen Männer. Willkommen sind natürlich auch Geldspenden, die wiederum den Flüchtlingen zugute kommen werden. „Es sind viele Christen unter ihnen, die folglich auch das Weihnachtsfest feiern.“

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