Wirtschaftsförderkreis lässt Material von Jürgen Siemers digitalisieren

Erhalt historischer Werke

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Die Vorstandsmitglieder des Wirtschaftsförderkreises Hermann Varenhorst, Wolfgang Reichelt und Dirk Richter (v.l.) diskutieren noch darüber, was mit dem digitalisierten Material von Jürgen Siemers passieren soll. Eventuell werden einige Artikel zu einem Buch zusammengefasst.

Verden - Die Digitalisierung der Werke von Jürgen Siemers schreitet voran. Zwei Drittel der 1200 Beiträge seien bereits elektronisch erfasst, berichtete Wolfgang Reichelt, Präsident der Tischrunde der Verdener Wirtschaft und Vorsitzender des Wirtschaftsförderkreises des Domherrenhauses.

Jürgen Siemers hat viel Zeit in diversen Archiven verbracht, immer wieder sogenannte „Verdensien“ aufgeschrieben und diese zu 1200 historischen Artikeln verarbeitet. Die Geschichte der Allerstadt lebte in den Texten ständig auf. Um es genau zu sagen: Dienstags in der Verdener Aller-Zeitung und das jahrelang. Vor kurzem hat der Wirtschaftsförderkreis die Nutzungsrechte an dem Lebenswerk des Verdeners gekauft.

„Wir haben insgesamt fünf volle Ordner von Jürgen Siemers erhalten“, sagte Hermann Varenhorst, Vorstandsmitglied des Wirtschaftsförderkreises. Er und seine Mitstreiter hätten eine Vereinbarung mit einem örtlichen Unternehmen getroffen, das die Artikel für 4,20 Euro das Stück in ein elektronisches System einspeist. „Es ist wichtig, die Inhalte zu sichern, damit wir auch in Zukunft darauf zurückgreifen können“, sagte Varenhorst.

An der Digitalisierung sind Dr. Dieter Hasselhof, und Pastor i. R. Ludolf Ulrich maßgeblich beteiligt. Die beiden engagieren sich ehrenamtlich und lesen unter anderem alle Artikel durch, nachdem sie erfasst worden sind. „Die Beiträge sind schon alt. Beim Einlesen passieren Fehler“, erklärte Hasselhof. Sie dürften nur editorielle Dinge anpassen, der Inhalt müsse unverändert bleiben.

Zusammen mit dem Wirtschaftsförderkreis hätten die beiden sich Gedanken darüber gemacht, was mit dem Material passieren soll. Es gebe Ideen, aber die müssten noch im Vorstand diskutiert werden. Sicher sei bisher nur, dass Veröffentlichungen, die kommerziell genutzt werden sollen, vorher mit Jürgen Siemers abgesprochen werden müssten. Dieser konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

Während der Mitgliederversammlung in Verbindung mit dem Tischrundenabend am Donnerstagabend im Innenhof des Domherrenhauses stellte Museumsleiter Dr. Björn Emigholz ein weiteres Projekt vor. Es gebe im ersten Obergeschoss einen 15 Quadratmeter großen Raum, der klein und verwinkelt sei und sich als begehbarer Tresor eignen würde. Dort könnten Kostbarkeiten gezeigt werden, die er sich ansonsten nicht traue, zu präsentieren, weil sie zu selten seien. Die Kosten für das Projekt bezifferte er mit rund 40000 Euro. Die Mitgliederversammlung signalisierte Zustimmung. Das Geld könne der Verein in einigen Jahren zusammen haben, war Reichelt zuversichtlich.

Der Wirtschaftsförderkreis plant zudem, in Lehringen demnächst ein Hinweisschild aufzustellen, das Auskunft darüber geben soll, dass die dort gefundene 120000 Jahre alte Lanze im Historischen Museum in Verden ausgestellt ist. „Hermann, da kümmerst du dich drum“, vergab Reichelt die Aufgabe an das Vorstandsmitglied.

as

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