Drei Jugendliche in 200 Meter Höhe

Das wird wohl richtig teuer

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Am Funkturm in Luttum gab es am Sonntagabend einen umfangreichen Polizei- und Feuerwehreinsatz. 

Luttum - Einen Polizei- und Feuerwehreinsatz verursachten zwei 17 Jahre alte Jugendliche und ein 18-Jähriger am Sonntagabend. Nachdem sie verschiedene Sicherungseinrichtungen überwunden hatten, stiegen sie auf den rund 200 Meter hohen Funkturm bei Luttum (Gemeinde Kirchlinteln).

Dabei wurden sie gegen 18.45 Uhr von einem Zeugen beobachtet, der umgehend die Rettungsleitstelle informierte. Nach Eintreffen der Polizei vor Ort war nicht eindeutig zu klären, ob sich noch Personen in möglicherweise lebensbedrohlicher Situation auf dem Turm befanden.

Auch ein eingesetzter Polizeihubschrauber brachte keine zweifelsfreie Auskunft. Um absolute Sicherheit zu erhalten, kamen die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Hannover zum Einsatz. Diese bestiegen den Turm und trafen gegen 22.15 Uhr auf der letzten Plattform (in 202 Meter Höhe) auf die Jugendlichen.

Das Technische Hilfswerk, Ortsverband Verden, unterstützte die Einsatzmaßnahmen durch Ausleuchtung des Funkturms nach Einbruch der Dunkelheit. In einem umfangreichen Rettungseinsatz wurden die drei Jugendlichen, jede Person einzeln, wieder nach unten gebracht. Nachdem neben leichten Unterkühlungen keine weiteren Verletzungen durch ein DRK-Team festgestellt wurden, erfolgte die Übergabe der Minderjährigen gegen 0.15 Uhr an die Eltern.

Unter dem Eindruck der Geschehnisse machten die drei keine Angaben zu ihrer Motivation, warum sie den Turm bestiegen hatten. Inwieweit hier das so genannte „Roofing“, also Besteigen von Dächern und Häusern zur Anfertigung von Fotos oder Videos eine Rolle gespielt haben könnte, muss die Vernehmung durch den Zentralen Kriminaldienst ergeben.

Die drei Täter erwartet nun ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch, und darüber hinaus wird geprüft, inwieweit ihnen die Einsatzkosten in fünfstelliger Höhe auferlegt werden können.

Beteiligt waren drei Helfer des DRK Verden, acht Höhenretter der Berufsfeuerwehr Hannover, zwei Helfer der Feuerwehrtechnischen Zentrale Verden, sechs Beamte der Polizei Verden, der Gemeindebrandmeister von Kirchlinteln, Dieter Bergstedt, sowie 22 Helfer des THW Verden.

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