Delegationen der Partnerstädte Bagrationowsk (Russland) und Bartoszyce (Polen) im Verdener Rathaus empfangen

„Wir kommen aus dem Land ihrer Kindheit“

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Die Delegationen aus Bartoszyce und Bagrationowsk mit ihren Verdener Gastgebern. - Foto:

Verden - „Brot, das nach ihrer Heimat riecht“, brachte Zbigniew Pietrzak als Vertreter des Landkreises Bartoszyce mit zum Empfang im Verdener Rathaus anlässlich des Treffens der Partnerstädte Bagrationowsk (Russland) und Bartoszyce (Polen) mit der Kreisgemeinschaft Preußisch Eylau.

Die beiden Städte liegen im ehemaligen ostpreußischen Landkreis Preußisch Eylau und sind mit Verden durch eine langjährige Partnerschaft verbunden. Bürgermeister Lutz Brockmann betonte bei dem Empfang, dass die Menschen aus diesen Städten wichtige Brücken gebaut hätten und dass dem Engagement der Kreisgemeinschaft großer Dank gebühre. Die zukünftige Kooperation der Museen in den drei Städten solle zu Lernorten für Kinder und Jugendliche entwickelt werden. „Damit die Kinder aus der Geschichte lernen können“, so Brockmann.

Die Vorsitzende der Kreisgemeinschaft, Evelyn von Borries, lobte die vorbildliche Arbeit im Jugendaustausch, die eine besonders wertvolle Investition für eine fruchtvolle Zusammenarbeit in der Zukunft sei. „Leider konnte in diesem Jahr kein Nachwuchs aus unserer Kreisgemeinschaft die Wurzeln seiner Vorfahren erkunden, aber natürlich ist für alle Jugendlichen der Austausch eine sehr gute Sache“, sagte von Borries.

Honigwein, Alkoholika und Brot

„Wir kommen aus dem Land ihrer Kindheit“, zog Pietrzak den Bogen zum Heute und Jetzt für die anwesenden Vertriebenen und übergab das schon erwähnte Brot aus der ostpreußischen Heimat. Außerdem nahm er in seiner auf Deutsch gehaltenen Rede Bezug auf das Ostpreußenlied, was von den Zuhörern gleich erkannt wurde. Auch das allgemeine politische Umfeld sprach Pietrzak an: „Dass die große Politik sich jetzt nicht einig sein kann, wird auch wieder vergehen. Die Fähigkeit zum Kompromiss zeigen wir mit unserer langen Freundschaft schon lange. Die große Politik wird unsere Zusammenarbeit nicht zerstören“.

Der russische Vertreter Viktor Voblikov von der Stadtverwaltung in Bagrationowsk hob die Bedeutung der Partnerschaft für den Frieden hervor. „Die Gemeinschaft trägt einen großen Beitrag zum Frieden bei. Derjenige, der Freundschaft aufbauen kann, wird immer stark sein, und zusammen werden wir stärker sein“, brachte es Voblikov auf den Punkt.

Außerdem überreichten die Gäste zahlreiche Geschenke an den Landrat Peter Bohlmann und Bürgermeister Brockmann in Form von Honigwein, selbstgebrannten Alkoholika und natürlich dem Brot aus Ostpreußen.

In einem sehr umfangreichen Programm lernten die Delegationen die Allerstadt in vielen Facetten kennen. Ganz konkret informierte sich die russische Delegation über die Möglichkeit, ein Verwaltungspraktikum in Verden zu absolvieren.

Bereits am Freitag wurde ein Vortrag über „Urlaub auf Bauernhöfen“ für die beiden Abordnungen gehalten. Ein Thema, wofür sich die Partnerdelegationen sehr interessieren, um in ihrem Kreis, ihrer Stadt oder Gemeinde etwas Positives im Bereich des ländlichen Tourismus zu bewirken. Der internationale Gedankenaustausch war wieder sehr fruchtbar und die individuellen Einschätzungen der Teilnehmer konnte unsere Zeitung überdies bei zwei Interviews erfahren, die in einer unsere nächsten Ausgaben veröffentlicht werden. 

lee

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