Stolze Ausbeute bei Verdener Aller-Weser-Hochseeanglern

Wind und Wellen forderten heraus

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Günther Pietzsch (l.) aus Thedinghausen gehört zu den erfolgreichsten Dorschfängern der Tour. 

Verden/Öresund - Das traditionelle Heringsangeln mit Fanggarantie der Verdener Aller-Weser-Hochseeangler war ein voller Erfolg. Alle Angler konnten so viele Fische fangen, wie sie verwerten wollten. Die am weitesten angereisten Gäste kamen aus Potsdam sowie Peine und stiegen in Verden zu.

Anfangs sah es nicht gut aus. Im Hafen von Rungstedt in Dänemark angekommen, befürchteten die Angler schon das Schlimmste – nämlich, dass die Angeltour ins Wasser fallen würde. Ein starker Wind aus Nordost drückte eine enorme Welle direkt auf die Hafenausfahrt. Aber der Skipper des Angelkutters MS Hanne-Berit kam damit zurecht. Nach einstündiger Ausfahrt in den Öresund konnten die Angeln ausgeworfen werden.

Der Sund ist an dieser Stelle etwa 36 Meter tief und die Heringe standen ziemlich weit unten. Auf dem Weg nach oben gingen deshalb viele Fische wieder verloren. Bei einer Drift des Kutters von 0,6 bis 1,0 Knoten und Wellen bis knapp einen Meter war das Angeln recht mühsam. Als der Wind bei Stärke vier bis fünf etwas zu stark wurde, fuhr der Skipper in den Windschatten der schwedischen Insel Ven.

Dort wurde es ruhiger, doch das Wasser tiefer – bis 45 Meter. Neben den Heringen, von denen immer mehr große Exemplare gefangen wurden, bissen auch einige Dorsche und sogar Makrelen auf die kleinen Heringshaken. Erfahrungsgemäß stehen die Dorsche unter den Heringsschwärmen und nehmen auch gern mal einen Hering, der schon am Haken hängt und deshalb nicht wegschwimmen kann.

Auf dem langen Weg nach oben blieben zwar nicht alle Fische am Haken, aber es waren doch genug übrig, die über die Reling kamen. Viele Teilnehmer hatten am Ende der Angelzeit über 200 Fische im Korb und bekamen dann auf der Rückfahrt noch einmal viel zu tun, um alle küchenfertig zu machen. Sportwart Florian Schmidt zählte auf der Rückfahrt insgesamt 6 670 Heringe. Bei 33 Teilnehmern ergab das ein sehr gutes Durchschnittsergebnis, wobei die aktivsten Einzelangler es auf jeweils circa 400 Fische brachten.

Die vom Skipper angekündigte Verschlechterung des Wetters trat nicht ein, vormittags ließ sich sogar die Sonne blicken und auch der Wind nahm nicht weiter zu.

Ehrungen gab es für die erfolgreichsten Dorschfänger. Das waren Günther Pietzsch aus Thedinghausen bei den Vereinsmitgliedern und Walter Zöhrer aus Weyhe bei den Gästen. Auf der späteren Rückfahrt im Bus war Schlafen angesagt, mit Unterbrechung auf der Fähre von Rödby nach Puttgarden.

Die nächste Fahrt der Aller-Weser-Hochseeangler – die letzte in diesem Jahr – findet am Samstag, 5. November, statt. Diesmal wird von Eckernförde aus auf Dorsch, Wittling und Plattfisch geangelt. Anmeldung und Information bei Florian Schmidt unter der Telefonnummer 0174/2559202 oder im Internet.

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