Wind im Rücken und den Dom im Blick

Schöne Pferde, flinke Hunde und Reiter in schicker Kleidung: Die Jagd in den Allerwiesen ist jedes Jahr ein besonderer Augenschmaus. - Foto: Röttjer

VERDEN - Eine steife Brise pustete den Jagdreitern und ihren Pferden sowie den Hunden der Niedersachsenmeute bei der traditionellen Hubertusjagd um die Ohren, als sie in Höhe des Guts Hönisch zur ersten Schleppe starteten. Trotzdem sprach die Vorsitzende des Verdener Schleppjagd- und Reitvereins, Sabine Behrendt, von einer optimalen Witterung sowie einer guten Stimmung. Für die Teilnehmer war es wieder ein besonderes Erlebnis, dabei zu sein bei dieser durch die Allerwiesen führenden Jagd, fast immer in Sichtweite des Doms mit dem wunderschönen Stadtbild.

Mit etwas mehr als 30 Startern wurde die Resonanz der Vorjahre zwar nicht ganz erreicht. „Aber wir freuen uns darüber, dass noch etliche Freunde der Reitjagd unserer Einladung gefolgt sind“, zog Behrendt eine positive Bilanz. Der Verdener Schleppjagd- und Reitverein (VSJRV) ist gemeinsam mit dem Reitverein Aller-Weser Veranstalter dieser Jagd, die ihren Ursprung in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat und diese Art der Reiterei in seinem Namen trägt.

Vor zahlreichen Passanten, die gerade dabei waren, ihren Samstagseinkauf zu erledigen, sammelte sich die Jagdgesellschaft auf dem Holzmarktgelände zum Ritt durch die Verdener Innenstadt. Dieser Platz vor dem Pferdemuseum, das Gelände der ehemaligen Holzmarktkaserne, ist eng verbunden mit der langen Geschichte der reitenden Artillerie sowie des Jagdreitens in Verden. Hier starteten in vergangenen Zeiten die großen Hubertusjagden mit vielen Teilnehmern.

Als Jagdherren amtierten erstmals zwei Reiter: Jörg Schultz und Karl Wallis übernahmen diese Aufgabe, stellvertretende Jagdherrin war Sabine Behrendt. Als Feldpiköre war ein Damentrio mit Dagmar Ahrens, Christine Hipp und Caroline Menke im Einsatz.

Nach einigen Runden auf dem Platz ging es durch die City. Hier bot sich den Passanten ein imposantes Bild. Ruhig und diszipliniert war der Ritt durch die Innenstadt, und auch beim Passieren des Bauernmarktes zeigten sich Pferde und Hundemeute wenig beeindruckt. In drei Felder teilte sich auf den Allerwiesen die Jagdgesellschaft auf, die ersten beiden springenden Felder leiteten Jörg Schultz und Fredy Behrendt, an der Spitze des nichtspringenden Feldes ritt Karl Wallis.

Etliche Zuschauer folgten mit Niclas Kutzer an der Spitze dem Feld und beobachteten an markanten Stellen interessiert das Geschehen. Das erste springende Feld meisterte alle 30 Sprünge, während das zweite Feld ausgewählte Sprünge zu überwinden hatte.

Trotz des in den vergangenen Wochen herrschenden Wetters war der Boden gut zu reiten und auch die Hunde der Niedersachsenmeute waren in Form, sie liefen schnell und sicher auf der Spur. Master war Leonard von Schultzendorff. Die wegen des Windes nicht einfache Aufgabe als Schleppenleger meisterte Monja Rohrig in Begleitung der ortskundigen Katharina Behrendt.

In Sichtweite des Doms sammelten sich die Reiter zum Halali, die Brüche für die Teilnehmer überreichten Karl Wallis, Simone Heine und Jörg Schultz. Die Jagdsignale der Bläsergruppe „bien aller“ beendeten die Jagd und es folgte der Abritt zum Holzmarkt und von dort zum Niedersachsenhof. Bei der Jagdkritik dankte Kasimir von Schultzendorff den vielen Helfern. Tierärztlich wurde die Jagd von der Praxis Norbert Böhmer betreut, Dr. Peter Ahrens und der Sanitätsdienst hatten ebenfalls wenig Arbeit. Großer Dank galt den Grundstückseigentümern, über deren Flächen geritten werden durfte. - rö

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Weihnachtsmarkt in Eitzendorf

Weihnachtsmarkt in Eitzendorf

Nikolausmarkt in Bücken

Nikolausmarkt in Bücken

Weihnachtsmarkt am Sudweyher Bahnhof

Weihnachtsmarkt am Sudweyher Bahnhof

Weihnachten auf Rittergut Falkenhardt

Weihnachten auf Rittergut Falkenhardt

Meistgelesene Artikel

Neues Supermarktgebäude in Kirchlinteln gleicht einer „Tropfsteinhöhle“

Neues Supermarktgebäude in Kirchlinteln gleicht einer „Tropfsteinhöhle“

Maritime Musik zum Advent mit dem Shanty-Chor Verden in der St. Johanniskirche

Maritime Musik zum Advent mit dem Shanty-Chor Verden in der St. Johanniskirche

Verdener Klärwerk: „Nervensystem getroffen“

Verdener Klärwerk: „Nervensystem getroffen“

Weihnachtsmarkt: Achimer Grillbetreiber darf keinen Stand aufbauen

Weihnachtsmarkt: Achimer Grillbetreiber darf keinen Stand aufbauen

Kommentare