Saatgutbestellungen wieder ab August möglich

Wildblumenprogramm gut gestartet

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So kann ein Wildblumen-Blühstreifen schon im zweiten Jahr nach der Aussaat aussehen. 

Landkreis – Das seit April aufgelegte Wildblumen-Förderprogramm des Landkreises Verden ist gut gestartet. Die mehrjährige, artenreiche und speziell für Wildbienen und andere Insekten zusammengestellte Saatgutmischung für die Frühjahrseinsaat wurde komplett abgerufen. Das teilt der Landkreis mit. Die für eine Gesamtfläche von fünf Hektar ausreichende Saatgutmenge wurde von vielen unterschiedlichen Institutionen wie Gemeinden, Schulen, Kindergärten, Firmen, Friedhofsverwaltungen und Privatpersonen abgeholt und ausgesät.

„Jetzt heißt es Geduld bewahren“, erklärt Diplom-Biologin Antje Mahnke-Ritoff von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Denn das viele heimische Wildkräuter enthaltende Saatgut wachse im ersten Jahr recht spärlich auf und brauche Zeit – anders als großblättrige Kulturarten wie Sonnenblume und Senf, die relativ schnell viel Blattmasse entwickelten.

„Sind nach rund sechs Monaten beispielsweise Mohn, Lichtnelke und Schafgarbe zu sehen, hat man alles richtig gemacht und darf über viele Jahre, wenn alles gut geht, mit weiteren Arten und dichten, bunt blühenden Säumen rechnen“, so die Biologin.

Die Blühstreifen und Säume, so der Hinweis der Unteren Naturschutzbehörde, sollten über den Winter stehen bleiben, um Insekten ein geeignetes Winterquartier in hohlen Stängeln und Vögeln Samenstände als Nahrung zu bieten. „Je nach Zustand des Saumes könne dann im April oder Anfang Mai kurz nach dem Neuaustrieb einmal gemäht werden“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Eine sehr gute Einsaat-Zeit für die Wildblumenmischung sei der kommende September. Daher kann ab Anfang August wieder Saatgut beim Landkreis Verden bestellt werden. Ansprechpartner sind Klaus Dittmer, Telefon 04231/15751, und Antje Mahnke-Ritoff, Telefon 04231/15757.

Voraussetzungen für eine erfolgversprechende Ansaat sei eine gute, schonende Bodenvorbereitung, um ein feinkrümeliges Saatbeet herzustellen, und kräftiges Anwalzen des ausgesäten Saatgutes auf der Bodenoberfläche, um den Lichtkeimern gute Startbedingungen zu geben. In den meisten Fällen seien mehrmaliges Grubbern, Fräsen und Eggen als Bodenvorbereitung ausreichend, so der Landkreis.

Weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen, zu Flächengrößen und zur Saatgutzusammensetzung gibt es auf Anfrage sowie im Internet unter www.landkreisverden.de/wildblumen.

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