Große Verbundenheit zu Domfestspielen 

„Wie die erste große Liebe“

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Gemeinsam kramen die „Urgesteine“ in Erinnerungsstücken wie etwa den Zeichnungen von Bühnenbildnerin Beate Ambroselli. Ihre „Badehuren“ stammen aus dem Stück „Das Geheimnis des Bischofs von Verden“. 

Verden - Gabriele Müller, Birgit Scheibe, Dr. Björn Emigholz, Gunda Redecker, Susanne Fricke, Beate Ambroselli, Bernd Maas, Ingrid Zwanzig, Uwe Pekau, Horst Menzen, Marga Prange, Rainer Thannhäuser und Helga Scherdin: 13 Aktive aus der Kulturszene, die hiesigen Theaterfreunden nicht unbekannt sein dürften. Denn seit dem Start der Domfestspiele im Jahr 1998 prägen sie diese als Schauspieler oder als fleißige Helfer hinter den Kulissen entscheidend mit. Die Zielsetzung damals wie heute: Können und Spaß in Verbindung zu bringen mit den professionellen künstlerischen Ansprüchen.

Als sie bei der jüngsten Probe mit Sekt und Selters auf ihre langjährige Verbundenheits anstießen, schwelgten die „Dienstältesten“ in vielen Erinnerungen. Voller Vorfreude darauf, dass sie wieder in vorderster Front dabei sind, wenn sich am Freitag, 14. Juli, erstmals der imaginäre Vorhang für das Domfestspiel „Der brennende Mönch“ hebt.

Ein anstrengendes Hobby, sollte man meinen, doch Profis wie Laiendarsteller sind mit viel Schwung dabei, stecken privat dafür auch einiges zurück und schlüpfen mit Begeisterung in die Rollen, die ihnen Regisseur Hans König zugedacht hat. Im Gespräch mit den Domis wird deutlich, dass sich alle, ob Schauspieler, Kostümabteilung, Maske, oder Technik, auf Augenhöhe begegnen. „Die Festspielgruppe ist eine Einheit, und auch die neue Gruppe gut zusammengewachsen“, so die Anwesenden, wobei Regisseur Hans König daran nicht unerheblichen Anteil habe. Er sei ein toller Regisseur.

Bernd Maas im Jahr 2000 und heute. „In mein Kostüm von damals passe ich nicht mehr“, sagt er.

„Ohne die Domfestspiele würde mir sicher etwas fehlen. Aus schauspielerischer Sicht habe ich ihnen alles zu verdanken“, sagt etwa „Urgestein“ Bernd Maas. Ihm sind besonders eindrucksvoll die Domfestspiele „Das Geheimnis des Bischofs von Verden“ aus dem Jahr 2000 in Erinnerung geblieben.

Damals hatte der Kirchlintelner den Fiesling Ronan von Conacht gemimt und es pro Vorstellung auf insgesamt acht Bühnenmorde gebracht. „Eine geile Rolle. Am Ende der Aufführung war ich immer ganz entspannt“, grinst Maas.

Ihn haben die Domfestspiele damals beflügelt, eine Schauspielausbildung zu absolvieren. So wie Birgit Scheibe, die ebenso von der Laiendarstellerin zum Bühnenprofi aufgestiegen ist.

In diesem Jahr ist sie erstmals nicht als Schauspielerin dabei ist, sondern als Regieassistentin fungiert. „Ich wollte mal etwas anderes machen, mich quasi zu neuen Ufern aufmachen, wo ich auch meine theaterpädagogischen Kenntnisse anwenden kann“, beschreibt sie ihren neuen Festspielpart. Außerdem, so fügt sie noch hinzu, habe sie diesmal keine Rolle so besonders gereizt.

Die Verbundenheit mit den Domfestspielen beschreibt Scheibe als groß. „Wenn man wie ich seit Beginn dabei ist, hängt man daran wie an einer ersten Liebe. Die vergisst man ja auch nicht.“  

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