Verdens ehemaliger Stadtdirektor Kai Füllgraf ist gestorben

Wichtige Impulse gegeben

Ein alter Mann sitz am Fenster und schaut nach draußen.
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Der ehemalige Stadtdirektor Kai Füllgraf ist gestorben.

Kai Füllgraf war neben seiner Tätigkeit als Stadtdirektor in Verden auch Vorsitzender des Niedersächsischen Studieninstituts, gehörte dem Verwaltungsausschuss des Arbeitsamtes an und war im Vorstand des Pferdemuseums tätig. Im Jahr 1967 startete auf seine Initiative hin die Partnerschaft zwischen Verden und Saumur. Außerdem gab er viele Impulse zur Modernisierung der Innenstadt.

Im Alter von 99 Jahren gestorben

Verden – 21 Jahre lang hat er als Stadtdirektor die Geschicke im Verdener Rathaus gelenkt. Zu seinen Verdiensten gehörte unter anderem die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe ebenso wie Umgestaltung der Innenstadt zu einem modernen Treffpunkt im Landkreis. Jetzt ist Kai Füllgraf im Alter von 99 Jahren gestorben. Noch im Januar feierte er diesen seltenen Geburtstag.

Verdener Einwohner werden sich noch gut an ihn erinnern, zumal viele Impulse zur Entwicklung der Stadt von ihm ausgegangen waren. Von 1965 bis 1986 ließ er keinen Tag aus, um im Sinne der Stadt und ihrer Einwohner zu wirken.

Seine freundliche Art zeichnet ihn aus

Durch seine offene und kontaktfreudige Art gelang es ihm, die Chefetagen von Unternehmen davon zu überzeugen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, wenn sie sich auf Verdener Industrieflächen ansiedeln. Auch die Gebietsreform im Jahr 1972 verlangte ihm großes Verhandlungsgeschick ab. Die Stadtsanierung und die Umgestaltung der Großen Straße zur Fußgängerzone gehören in seine Amtszeit ebenso wie die Ansiedlung des landwirtschaftlichen Rechenzentrums.

Einstimmig in Verden zum Stadtdirektor gewählt

Kai Füllgraf wurde am 7. Januar 1922 in Kiel geboren. Er besuchte die Schule in Bad Oldesloe, wo er im Jahr 1940 das Abitur machte. Anschließend wurde er zum Reichsarbeitsdienst berufen und schließlich Soldat. Nach einer schweren Verwundung im Jahr 1942 war sein militärischer Einsatz beendet. Er begann ein Jurastudium in Heidelberg, wo er seine spätere Ehefrau Ilse kennenlernte. 1945 heirateten die beiden. Fünf Jahre später legte Füllgraf das zweite juristische Staatsexamen ab.

Zunächst zog es ihn beruflich nach Hamburg, später war er beim Innenministerium in Hannover tätig, um im Jahr 1961 eine Anstellung bei der Bezirksregierung in Lüneburg anzutreten, wo er schließlich den Titel eines Oberregierungsrats innehatte. Dann folgte die Bewerbung nach Verden um die Position des Stadtdirektors. Einstimmig wurde er dort für die ersten zwölf Jahre gewählt, die im Januar 1965 begannen.

Mittlerweile war Füllgraf dreifacher Familienvater geworden. Tochter Karin wurde 1951 geboren, die Söhne Lutz und Bernd kamen 1954 und 1959 zur Welt.

Neben seiner Tätigkeit als Stadtdirektor war Füllgraf auch Vorsitzender des Niedersächsischen Studieninstituts, gehörte dem Verwaltungsausschuss des Arbeitsamtes an und war im Vorstand des Pferdemuseums tätig. Im Jahr 1967 startete auf seine Initiative hin die Partnerschaft zwischen Verden und Saumur. Auch eine Sache, die ihm sehr am Herzen gelegen hatte. All sein Engagement wurde schließlich im März 1986 mit der Verleihung des Niedersächsischen Verdienstkreuzes 1. Klasse belohnt. Privat engagierte sich Füllgraf beim Lions Club Verden.

Zuletzt im Johannisheim gelebt

Zuletzt lebte Füllgraf im Verdener St. Johannisheim, nur wenige Schritte von seiner früheren Wirkungsstätte entfernt. Er hinterlässt die Kinder Karin, Lutz und Bernd mit deren Familien.

Auf die Frage, was denn seine schönste Kindheitserinnerung sei, gestellt an seinem 98. Geburtstag, hatte Füllgraf prompt diese Antwort: „Als Junge, als ich noch in Kiel gewohnt habe, bin ich zusammen mit meiner Gruppe Jungs los. Wir haben immer ordentlich Blödsinn angestellt. Am liebsten war ich mit ihnen aber unten am Kieler Hafen, an der Dampfbrücke. Da haben wir uns auf den Bauch gepackt und Krebse gefangen. Mensch, das ist schon so lange her, doch trotzdem erinnere ich mich.“

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